Erklärung zur Kündigungsabsicht der Humboldt-Universität

Ich wurde heute kurz vor 13 Uhr über meinen Anwalt von der geplanten Erklärung der Humboldt-Universität in Kenntnis gesetzt, dass die Ergebnisse der arbeitsrechtlichen Prüfung an den Personalrat der Humboldt-Universität übergeben wurden.

Sobald die Humboldt-Universität ihre heute erklärte Absicht, mich zu kündigen in die Tat umgesetzt hat und mir die Kündigung zugegangen ist, werde ich innerhalb der dafür vorgesehen Frist von drei Wochen beim Arbeitsgericht Berlin Klage erheben. Ziel der Klage wird sein festzustellen, dass die Kündigung rechtswidrig und damit unwirksam ist.

12 Gedanken zu „Erklärung zur Kündigungsabsicht der Humboldt-Universität“

  1. Wenn die Humboldt-Universität dabei bleibt, wird es weitere Konsequenzen mit sich ziehen. Viele (ich auch) werden nichts mit einer Institution zu tun haben wollen, die ohne Rückrat auf Hetze reagiert und auf Betrug bei unzulässigen Fragen besteht.
    Außerdem rein inhaltlich gibt es wenige Wissenschaftler mit der Qualität und menschlichen Integrität von Andrej Holm.
    Meine uneingeschränkte Solidarität hat er.

  2. Fragt sich, wer hier wessen Vertrauen verspielt hat. Gerade als Präsidentin der Uni sollte Kunst doch zwei Dinge nach vertreten. Erstens: Die Fähigkeit zu einer Entscheidungen, die in sich widerspruchsfrei begründet ist, etwaige Einwände bereits vorwegnimmt und gegen diese schlüssige Argumente vorträgt. Zweitens: Die Begründung müsste insbesondere den Zweifel benennen und schließlich ausräumen können, dass hier eine politische Entscheidung getroffen wurde, welche zugleich die Freiheit von Forschung und Lehre ankratzen würde. Eine Unipräsidentin, die, zumindest aus meinem subjektiven Empfinden heraus, zum einen nicht in der Lage scheint, eine „wasserdichte“ Begründung ihrer Entscheidung zu liefern, stellt, wenn es denn juristisch der Fall sein sollte, erstens ihre akademische Redlichkeit und zweitens – in Anbetracht der Situation – die Freiheit von Forschung und Lehre in Frage. (Aber vielleicht ist die Begründung deshalb so schlampig, weil sie zwar darüber „täuschen“ musste, eine arbeitsrechtliche Entscheidung getroffen zu haben, sich aber mit einer schlüssigen Begründung einer „arglistischen Täuschung“ schuldig gemacht hätte. ;-)) Die Begründung ist ja fasst ein Hilferuf danach, eine politisch getroffene Entscheidung juristisch wieder rückgängig zu machen. Damit käme dann zugleich die Frage auf, ob Frau Kunst nach einer juristischen Entscheidung als Unipräsidentin überhaupt noch haltbar wäre. Vielleicht wird ja noch aus der sogenannten „Causa Holm“ eine „Causa Kunst“. Das ist dann wohl im eigentlichen Sinne des Wortes zu „idealsitisch“ gedacht.

  3. Lassen Sie uns gemeinsam hoffen, dass Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) die Justiz unabhängig arbeiten lässt und sich nicht wie Bürgermeister Müller (SPD) oder HU-Präsidentin Dr. Kunst (SPD) vom Immobiliensumpf dazu anstiften lässt, Ihre Anrechte und Leistungen zu untergraben.

    Halten Sie durch Herr Holm!

  4. Herr Holm, auch von mir alle gute Gedanken, Kraft und viel Glück für den voraussichtlichen Weg durch die Instanzen.

    Selbstredend ist eine Kündigung nicht hinnehmbar, nicht unter den genannten „Vorwürfen“ und ich hoffe dass das zuständige Gericht zu einer ähnlichen Entscheidung gelangt.

    Zu dieser infamen, ja fast schon Hetzkampagne die zu Ihrem Entschluss geführt hat vom Posten des Staatssekretärs zurückzutreten kann ich hier an dieser Stelle nur noch eines hinzufügen
    „Der Holm der hätte bleiben sollen, wo er gerade ist. Stattdessen kannst du gehen, du verkappter Lobbyist!“

    Das lieber Herr Holm haben Sie hoffentlich schon an anderer Stelle gelesen oder gar gehört bekommen… es hat aber nach wie vor Bestand!
    Sie sind das Opfer einer durchtriebenen, noch immer in großen Teilen renditeorientierter Wohnungswirtschaft in Verbindung eines sich davon abhängig machenden „Senatsvorstehers“!

    Machen Sie weiter, denn diese Stadt braucht Menschen wie Sie!
    herzlichst,
    ihr Sebastian Rohrlach

  5. was für ein erbärmlicher Umgang mit deinem Niedergang durch dich, Holm. Zeig doch nur einmal im Leben, dass du Rückgrat hast und steh diese Lebenssituation durch. Es gibt auch Jobs in der privaten Wirtschaft und im Dienstleistungssektor, der Staat ist kein „Versorgungsbetrieb für kleine Holmis“!

    Sollte dich die Fraktion von „Die Linke“ im Abgeordnetenhaus künftig beschäftigen, wird der Protest gegen dich nicht abreißen, das verspreche ich dir und dass ich keine leeren Versprechungen mache, dürftest du inzwischen wissen!

  6. Wer betrügt fliegt!
    Das Arbeitsgericht kann daher die Kündigung gar nicht für nichtig erklären.
    Andrej sollte DIE LINKE auf Regress verklagen! Denn immerhi nwar es DIE LINKE, die ihn in den Ruin trieb!

    1. Es kommt auf die Art und Weise des Betrugs an…

      scheffelt einer Millionen am Fiskus vorbei oder hängt einer eine 5monatige MfS-Zeit als 18 jähriger nicht unbedingt an die größte Glocke… welche „Schuld“ dem Lande gegenüber wiegt schwerer und welche hat mehr Konsequenzen für den Bürger?

      So einfach ist das nicht mit dem „wer betrügt, fliegt raus“!

    2. Die LInke hat Andrej Holm in den Ruin getrieben??? So ein Unsinn! Ihr, mit Verlaub gesagt, höchst dummer Kommentar belegt eindeutig Ihre kritiklose Obrigkeitsgläubigkeit, eine Krankheit, von der leider immer noch viele Deutsche Bürger befallen sind. Alles andere hat mein Vorredner Sebastian Rohrlach deutlich genug gesagt, so einfach ist das nicht mit dem „wer betrügt, der fliegt!“

  7. Die ganze Farce kommt nur dadurch zustande, dass eine Institution, in diesem Fall die HU, auf streng formalisierte Einstellungskriterien setzt (Stasi – ja/nein?) um etwas zu erfassen, was sich so gar nicht erfassen lässt: Gesinnung, Grundgesetztreue, Integrität.
    Das könnte auch ein Ansatzpunkt für die arbeitsrechtliche Klage sein: nämlich, dass die Frage in dieser Art gar nicht hätte gestellt werden dürfen und deshalb nicht oder zumindest nicht vollständig beantwortet werden musste (vgl. https://www.taz.de/Rechtsanwalt-Eisenberg-zur-Stasi-Affaere/!5369093/). Ich fürchte jedoch, dass das formale Stasistigma auch vor Gericht verteidigt wird.
    In jedem Fall: Holm bleibt! Halte durch, Andrej!

    1. Herr Eisenberg ist Strafrechtler und nicht unbedingt ein Fachmann fürs Arbeitsrecht. Und Sie kennen wahrscheinlich den Spruch: 2 Juristen, 3 Meinungen, oder?

  8. Die Berliner SPD erhält Spenden von der Immobilien-Lobby (siehe z.B. Klaus Groth)
    Als Gegenleistung bekämpft der Vorsitzende der SPD, Michael Müller, Gegner der Immobilien-Lobby (Entlassung als Staatssekretär). Parallel dazu hält er seine schützende Hand über den im Spendenskandal verwickelten Andreas Geisel. Kann man dieses Verhalten als Korruption bezeichnen ?
    Siehe hier !
    http://www.shz.de/deutschland-welt/politik/buergermeister-aus-regensburg-festgenommen-es-geht-um-viel-geld-id15873581.html

    Gleichzeitig ist Michael Müller auch für die Wissenschaft zuständig (Senatsverwaltung). Aus Angst vor Michael Müller entläßt die HU im vorauseilendem Gehorsam einen Gegner der Immobilien-Lobby.
    Damit aber verstößt die HU gegen die Interessen der Mitarbeiter und Studenten, die sich unter anderem auch vor steigenden Mieten fürchten.

    Diesbezüglich sollte man von der HU eine Stellungnahme einfordern !

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