Ein Rücktritt ist kein Rückzug aus der Stadtpolitik

Andrej Holm: Mein Rücktritt als Staatssekretär Wohnen

Ich trete heute von meinem Amt als Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zurück.

In den letzten Tagen haben mir SPD und Grüne deutlich gemacht, dass sie mich als Staatssekretär politisch nicht unterstützen. Herr Müller von der SPD forderte öffentlich meine Entlassung. Damit wurde eine mögliche Zusammenarbeit in einer Koalition aufgekündigt. Die Koalition selbst steht an einem Scheideweg.

Heute ziehe ich eine Reißleine. Den versprochenen Aufbruch in eine andere Stadtpolitik hat diese Koalition bisher nicht ernsthaft begonnen – das allein mit meiner Personalie zu begründen, wäre absurd. Die Diskussionen um das Sicherheitspaket, der Verlauf der Parlamentsdebatte und der mehrfache Bruch von Vereinbarungen zwischen den Koalitionspartnern zeigen, dass die Koalition selbst in der Krise ist. Ich werde der zerstrittenen SPD nicht den Gefallen tun, sie auf meinem Rücken zerplatzen zu lassen.

Als ich dieses Amt vor fünf Wochen antrat, wollte ich ein bitter nötiges Reformprogramm für die Berliner Wohnungspolitik durchsetzen. Denn eines ist klar: Diese Stadt braucht eine Politik für die Mieterinnen und Mieter. Es muss Schluss sein mit einer Politik, die weiter die Profitinteressen der Immobilienbranche an erste Stelle setzt. Für diese Aufgabe bin ich mit den Hoffnungen, dem Vertrauen und der Unterstützung von vielen Berliner Stadtteil- und Mieteninitiativen, von kritischen WissenschaftlerInnen und der Partei DIE LINKE angetreten. Im Koalitionsvertrag war vereinbart, dass dieses Programm nicht nur gemeinsam mit diesen Kräften, sondern auch mit B90/Die Grünen und der SPD gestaltet werden wird.

Die Polemik derer, die mich als Staatssekretär verhindern wollten, zeigt, dass es bei der Entlassungsforderung nicht nur um meine Zeit bei der Stasi und um falsche Kreuze in Fragebögen ging, sondern vor allem um die Angst vor einer Wende im Bereich der Stadt- und Wohnungspolitik. Ich habe in den letzten Wochen unglaublich viel Unterstützung von der Stadtgesellschaft, aber auch von Wählerinnen und Wählern dieser Koalition erhalten. Über 16.000 Menschen haben sich in den letzten Wochen mit einer Unterschriftensammlung hinter mich gestellt und mir die Kraft gegeben, diese Auseinandersetzung über meine Person überhaupt bis zum heutigen Tage zu ertragen.

Entgegen der Darstellung vieler Medien habe ich mich nicht nur in den letzten Wochen bemüht, offen und selbstkritisch mit meiner Biographie umzugehen. Das war schmerzhaft für viele Opfer der DDR-Diktatur und das war auch schmerzhaft für mich. Die letzten Wochen hinterlassen bei mir den Eindruck, dass es auch im medialen Raum nur eine begrenzte Bereitschaft für die Wahrnehmung von Zwischentönen in DDR-Biographien gibt. Bevor die Entscheidung fiel, mich zu ernennen, war übrigens allen drei Koalitionspartnern bekannt, dass ich eine Stasi-Vergangenheit habe.

Die vielen Unterschriften gegen meinen Rücktritt zeigen: Nur selten standen sich veröffentlichte Meinung und Stimmung in der Stadtgesellschaft so konträr gegenüber. Mir ist bewusst, dass meine Biographie mit vielen Widersprüchen nicht in das Bild des klassischen Staatssekretärs passt. Doch wer einen gesellschaftlichen Aufbruch und eine Veränderung will, wird auch biografische Brüche und das Unangepasste akzeptieren müssen. Ich stehe nicht nur den Hausbesetzern näher als vielen privaten Investoren sondern vor allem den Mieterinnen und Mietern dieser Stadt. Gerade deshalb hat es so viel Unterstützung für mich gegeben.

Für mich hat der Debattenverlauf der letzten Wochen auch deutlich gemacht, dass es nicht allein um meine Person geht, sondern um das, was ich in dieser Regierung mit der LINKEN umsetzen wollte: eine soziale, gerechte Stadt und eine Wohnungspolitik , die sozialen und öffentlichen Belangen den Vorrang vor privaten Profiten einräumt. Darum ist auch der Druck gegen mich enorm erhöht worden, als die Unterstützung der Stadtgesellschaft für meine Person und die Politik, für die ich stehe, so zahlreich öffentlich wurde.

Dass Regierungsmitglieder nun frohlocken, endlich mit der Arbeit zu beginnen, kann nur verwundern. In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen jedenfalls hatten wir bereits mit der Arbeit begonnen und haben zusammen mit einer professionellen und für die neue Politik aufgeschlossenen Verwaltung in den wenigen Wochen einige Ergebnisse erzielt. Wir haben die Mieterhöhungen im alten sozialen Wohnungsbau ausgesetzt, eine Initiative zur Verschärfung der Umwandlungsverordnung für den Bundesrat qualifiziert, erste Eckpunkte für eine Reform des alten sozialen Wohnungsbaus formuliert und Gespräche zur sozialen Neuausrichtung der landeseigenen Wohnungsunternehmen geführt.

Ich trete heute zurück, damit diese Politik weitergeführt werden kann, denn es gibt noch einiges zu tun. Die Wählerinnen und Wähler dieser Koalition werden den Erfolg der Regierung an der Umsetzung des Koalitionsvertrages messen. Die Schwerpunkte für die künftige Wohnungspolitik sind dringend notwendig und klar formuliert. Es geht um:

  • eine Reform der AV Wohnen, so dass in Zukunft Hartz-IV-EmpfängerInnen nicht mehr durch Mieterhöhungen aus ihren Wohnungen vertrieben werden können,
  • eine Reform des sozialen Wohnungsbaus, so dass dieser seiner Aufgabe wieder gerecht wird,
  • eine soziale Neuausrichtung der landeseigenen Wohnungsunternehmen und mehr Mitbestimmung für die MieterInnen,
  • wirksame Maßnahmen gegen die steigenden Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt,
  • einen Stopp der Verdrängung einkommensschwacher Bewohner.

Für diese Wohnungspolitik werde ich mich ab heute wieder außerhalb eines Regierungsamtes engagieren. Berlin wird eine soziale und gerechte Stadt werden, wenn wir es wollen. Die Stadt gehört uns!

Um gemeinsam zu überlegen, wie wir auch ohne mich als Staatssekretär eine soziale Wohnungspolitik in Berlin am besten durch- und umsetzen können, lade ich alle Interessierten und insbesondere die zahlreichen stadt- und mietenpolitischen Initiativen heute Abend um 18 Uhr zur öffentlichen Diskussion ein. Ort: ExRotaprint, Gottschedstraße 4, 13357 Berlin (Wedding).

 

 

189 Gedanken zu „Ein Rücktritt ist kein Rückzug aus der Stadtpolitik“

  1. Lieber Andrej! Ich grüße Dich und sende Dir meine Solidarität in Zeiten in denen man an diesem Senat, dieser Universität, den Politikern, der Dummheit und dem Demokratieverständnis dieser Stadt schier verzweifelt. Wer denkt bei den drei Buchstaben SPD noch an die Worte „Sozial“ und „Demokratisch“. Da wäre das Momentum gewesen, wenigstens in der städtischen Wohnungspolitik, mit Andrej als Staatssekretär diesen Worten wieder Würde und Glauben zu geben. Wie erbärmlich war es dann, was Herr Müller und sein Senat dann in den letzten Wochen gegen Die Interessen der Mieter und die Massen von Wohnungssuchenden von Berlin gegen Ihren Mitarbeiter Andrej Holm abzogen.
    Herr Müller? Haben Sie sich je die Mühe gemacht in Erfahrung zu bringen, was die Aufgaben des Wachregimentes waren? Die eines Rekruten, der gerade mal 4 Monate dabei war? Wache stehen! Bestenfalls! Nichts weiter!
    Ach Herr Müller? Wo Sie doch so gerne von Verantwortung reden. Was würden Sie machen, wenn Sie jeden Monat 17 Millionen Euro für den Wohnungsbau zur Verfügung hätten? 204 Millionen im Jahr? Keine Ahnung? Wozu auch? Die werden ja seit nahezu 10 Jahren Monat für Monat, Jahr für Jahr sinnlos im BER versenkt. Und dieser Senat schwadroniert von bürgernahe Politik?
    Wenn die Humboldt Universität oder zukünftige Arbeitgeber Fragen zu Herrn Holms politischen Aktivitäten zwischen 1977 und 1987 haben, kann ich Ihnen sagen: der damalige Junge war nicht mal Polit-Agitator in der FDJ. Das war nämlich ich in seiner Klasse.
    Andrej! Solidarität – von Deinem Freund Grischa

  2. Meinen Kommentar am Tage der Erklärung gab es schon.
    Bei der Veranstaltung im Ex-Rotaprint war ich dabei, dort wurde die Fortsetzung der Verastaltung „in zwei Wochen“ angekündigt. Nun die Frage: Wie siehts aus? Steht der Termin mit den Initiativen und Bürgern am nächsten Montag? Wenn jam wäre es schön, nicht erst am selben Tag davon zu erfahren. Danke – und lass dich nicht runterputzen.

  3. Lieber Andrej, Danke dass du Courage und Fassung bewahrst und gegen deine Entlassung vorgehst. Die Kampagne gegen dich im Berliner Blätterwald war unerträglich. Einen derart Rechten wie Hubertus Knabe als Kronzeuge dich aufzurufen, macht sprachlos. Deine Erklärung gegenüber der Uni ist reiflich reflektiert und selbstkritisch. Unerklärlich zu lesen, was Frau Kunst dort hinein interpretiert bzw. nicht zur Kenntnis nimmt. Hausbesetzer/innen näher zu stehen als der Immobilienwirtschaft ist auf jeden Fall ein Feature, kein Bug.

  4. Ich habe außerordentlich großen Respekt vor Andrej und bin erschüttert, aber keinesfalls verwundert, was ihm widerfahren ist.
    Die Stasi-Keule wird auch in 100 Jahren noch verwendet werden, egal, ob tötend, kitzelnd oder gar nicht Stasitätigkeit nachgegangen wurde. Wie mit zweierlei Maß gemessen wird, zeigte sich ja, wie sich Nazi-Mitwirkungen im 3. Reich auf die berufliche Entwicklungsmöglichkeit in der BRD auswirkte: gar nicht. Und es zeigt sich heute auch in der Begründung, warum die NPD nicht verboten wurde.
    Eine wichtige Schlussfolgerung aus dem Holm-Skandal ist: Die Linke gehört NICHT in Regierungsbeteiligung. Sie wird dort nichts wirklich bewegen können, sondern wird sich einordnen (müssen?) in den Parteieneinheitsbrei. Thüringen mit Ramelow macht’s deutlich vor.

    Ich wünsche Andrej von ganzem Herzen alles erdenklich Gute!!!!!

  5. Lieber Andrej Holm

    Die mediale Schlacht, die deinen Namen seit Tagen im 5-Minutentakt (Radio BR) Millionen in die Ohren schrie, hat dich nun zum Rücktritt und offenbar nun auch um deinen Ursprungs-Arbeitsplatz gebracht. Das ist bitter. Schlimmer noch aber ist, was es bedeutet: Kniefall der Koalitions-Politik gegenüber der Miethai-Lobby, Kriegserklärung gegen die organisierte Mieterbewegung, deren Sprachrohr du bist, Exempelstatuierung an einem seiner engagiertesten Vertreter. Die Stasi-Beschuldigung (die für jeden gilt, der dort seinen einfachen Arbeitsplatz hatte) wird heutzutage, in extremer Verschiebung historischer Tatsachen, schlimmer als jede Nazi-Parteimitgliedschaft geahndet.
    Fast der gesamte Führungsstab der Staatsbediensteten der ehemaligen BRD, in Polizei, BND, Verwaltung, Justiz und Medien wurde in den 60er, 70er, 80er Jahren durch Menschen mit Nazi-Funktionärshintergrund repräsentiert, ausgebildet und angeleitet, einer Diktatur, die 50 Millionen Menschen ermordete, die Juden, angebliche Slaven, Sinti und Roma, schwarze Menschen, und Kommunisten zusammen mit Zehntausenden kranken als geistig minderwertig, unterhalb der Tiere ansiedelte und mittels grausamster Methoden der Vernichtung preisgab und dies bis zum letzten Tag 1945 rechtfertigte.

    Zahllose dieser Menschen wurden schon ab 1952 nicht nur rehabilitiert, sondern auch wieder in wichtige staatliche Entscheidungsposten befördert, sie waren Staatsminister, Präsidenten, leitende Angstellte, etliche haben das Bundesverdienstkreuz erhalten, warum wirft man dich 25 Jahre nach 89 aus dem Amt, obgleich du nichts getan hast und obgleich die Stastsicherheitsbehörde, bei der du gearbeitet hast, einen ganz normalen Staat gesichtert hat, im Rahmen von Methoden, die durch den kalten Krieg diktiert wurden, die man historisch analysieren muss und die man auch kritisieren darf, die aber nichts, aber auch nichts gemein haben mit den Methoden, die die Nazis anwandten, deren Vertreter und Nachkommen die Bundesrepublik Deutschland ab dem frühen 50er Jahren aufgebaut und bis 1989 entscheidend mitbestimmt haben.
    Das hier also nur ein Vorwand gesucht wurde, wie man dich als einen Vertreter der Mieterinitiativen und sozialen Mieterplaner so schnell wie möglich aus dem Amt wieder hinausbefördern kann, das scheint mir klar zu sein, und das geht uns alle an, denn damit sind wir gemeint, diejenigen, die sich über Jahrzehnte nicht haben kleinkriegen lassen, diejenigen, die im Film Mietrebellen zu Wort kommen, deren Initiativen unermüdlich, unter Einsatz von Freizeit, Nerven und Lebenskraft für eine bessere Wohnqualität streiten und sich einsetzen. Es ist wichtig, dass wir uns das klarmachen, dass es hier nicht um dich, sondern nur um uns alle geht und dass wir gemeint sind, wenn sie dich rauswerfen! Lasst uns also unsere Solidarität verstärken! Solidarität mit Andrej Holm! Mit dieser Hetze sind wir alle gemeint, die auf den Reißbrettern der Stadtplaner und Miethaie längst keine Menschen mehr sind.

    1. Lieber Herr Holm,
      ich beglücke Sie zu Ihrer Stellungnahme. Es hat eine große Diskussion ausgelöst (was sehr positiv ist) und zeigt auf, dass weder die SPD (ich war 15 Jahre in der Partei) noch die Grünen bereit sind neue Konzepte mitzutragen (20 Jahre habe ich die Grünen gewählt). Beide Parteien sind nicht mehr wählbar. Sie haben der Gesellschaft einen großen Beitrag geleistet. Vielen herzlichen Dank!

    2. Mir haben diese Zeilen so gut gefallen, dass ich dem hiermit nur zustimmen kann. Trifft hautnah den Charakter unser heutigen Gesellschaft. Vieles davon habe ich zeitgleich aus Interesse an Politik beobachten bzw. selbst erleben müssen.
      Es macht krank!
      DANKE, DANKE…!

  6. Hallo, gut, Dr. Holm, daß Sie kein Mitgl. dieser sich DIE LINKE nennenden pol. Partei und Großberlin oder andernorts sind … dann müssen Sie da auch nicht austreten. Gruß, BJ

  7. Lieber Andrej Holm, wir in unserer WG sind traurig – du als Staatssekretär, das war wohl doch zu schön, um wahr zu sein… Erhol dich gut von der Schlammschlacht – wir freuen uns auf alle kommenden Demos und Veranstaltungen mit dir 🙂

  8. Ich finde, dass jemand. der 16 000 Unterschriften auf sich vereinigen kann, durchaus in die Politik gehört. Auch da werden wissenschaftlich gebildete Menschen gebraucht – siehe unsere Kanzlerin.
    Wenn demnächst eine neue Partei gegründet wird, die zu den Bundestagswahlen antreten will, und zwar die DACH-Partei – Demokratische Atheisten und Christen, kann ich mir Andrej Holms gut als deren Berliner Spitzenkandidat vorstellen.

  9. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren

    Oh Schreck, Oh Graus……

    Worüber man mal nachdenken sollte:
    a. Vor Gericht muss man sich nicht selbst belasten, aber bei Bewerbungen muss der Lebenslauf vollständig sein, damit man gegebenenfalls selbst das Argument liefert, warum man nicht genommen wird, also quasi gar nicht erst eine Bewerbung zu schreiben braucht – ist das richtig?
    b. 1956 wurde das letzte mal eine Partei in der Bundesrepublik verboten, wegen ihrer Gesinnung – die KPD.
    Die NPD darf nicht wegen ihrer Gesinnung verboten werden….

  10. Lieber Andrej!

    Besser so als es wäre ein langsames und qualvolles Ende dabei heraus gekommen. Ich hoffe trotzdem, dass der Druck auf die Stadtregierung soweit steigt, dass sie sich am Ende bewegen müssen.

    lg aus Wien

  11. Die Sache mit der Stasi-Vergangenheit ist eine deutsche Krankheit. Wann ist es endlich vorbei? Es werden in Wirtschaft und Politik soviele „Pannen“ und „Versehen“ entschuldigt, soviele Nazis nach wie vor geduldet… Fünf und halb Monate bei der Stasi als 18 Jähriger verbracht zu haben scheint nach fast 30 Jahren eine unverzichtbare Sünde. Wird da nicht mit zweierlei Mass gemessen?
    Schade für Berlin….

    1. Ich glaube bei diesen ganzen Diskussionen wird ein wesentlicher Sachverhalt vergessen. Herr Holm hat einen wichtigen Fragebogen falsch ausgefüllt, ob wissentlich oder unwissentlich spielt dabei keine Rolle. Wer sich, wenn auch nur wenige Monate, beim MfS ausbilden ließ, wusste was er tat, das hat man auch nicht vergessen, wenn man nach hauptamtlicher Tätigkeit für das MfS befragt wurde. Hunderte, z. B. Lehrer, sind von heute auf morgen aus dem Schuldienst entfernt worden, weil man ihnen nachgewiesen hat, dass sie die entsprechenden Fragebögen falsch ausgefüllt haben, und das war richtig so. Warum soll das nicht auch bei Herrn Holm so sein?
      Schlimm ist, dass die Linke nicht vor der Nominierung von Herrn Holm mal ein bißchen genauer hingesehen hat.

  12. Generalmajor Gehlen (Wehrmacht, Abteilung Fremde Heere Ost, evangelisch)

    28.03.1945 (!) Deutsches Kreuz in Silber, (wahrscheinlich) vom Führer selbst angeheftet (Oder war der schon tot? Egal!)
    1968: Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband nach Beförderung bei der Bundeswehr zum Generalleutnant der Reserve, Aufbau der Organisation Gehlen (Standort: Reichssiedlung „Rudolf Heß“) und des BND (bis 1968 Präsident) sowie z. B. Fluchthilfe für Adolf Eichmanns engsten Mitarbeiter

    Offiziersschüler Holm (Stasi, Kommunistenfamilie)

    1989: (wahrscheinlich) Abzeichen für gutes Wissen in der sozialistischen (Offiziers-) Schule (Fünfte Variante, getragen an der – natürlich – linken Brustseite)
    2016: erzwungener Rücktritt als Staatssekretär nach bundesweit anerkannter wissenschaftlicher Arbeit zur Stadtentwicklung

    Neubesetzungsvorschlag für den Staatssekretärs-Posten: Klaus-Rüdiger Landowsky (lebt noch), kennt sich mit Immobilien aus, auch Großes Bundesverdienstkreuz – allerdings ohne Stern und Schulterband (schwerer Makel???)

  13. es ist bedauerlich das der verbotsantrag der NPD abgelehnt wurde, soviel vorweg.
    es wird zeit, dass die politik wach wird und einen verbotsantrag für die linke stellt, dass was man hier liest von den altgenossen, geht gar nicht….überhaupt nicht,
    schade, dass zu schnell vergessen wird!!!!!

  14. Lieber Andrej, es tut mir sehr leid für dich und für Berlin. Wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass deine wohnungspolitischen Gedanken irgendwann doch noch die Entscheidungsträger dieser Stadt erreichen.

  15. Michael Müller: Setzen, „6“ durchgefallen!!!

    Leider haben Sie diesen Politik-Test nicht bestanden und sollten sich einen anderen – weniger verantwortungsvollen – Job suchen, in dem von Ihnen nicht die Lösung gravierender (Mietwohnraum-)Probleme erwartet wird.

    Wie so vieles in Deutschland, ist auch diese politisch motivierte Personalentscheidung in keinster Weise nachzuvollziehen – außer, wie mehrfach angedeutet, dass man den unbequemen Herrn Holm auf eine galante Weise loswerden wollte.

    Man sollte auch mal die Katze im Sack lassen, das alles war vor 27 Jahren und mittlerweile hat sich Herr Holm einen ausgezeichneten Ruf in wohnungspolitischen Fragen gemacht. Eigentlich sollte doch immer der oder die beste Mann bzw. Frau ein solch wichtiges Amt ausüben, oder nicht?

    Gut, dass es change.org gibt, so dass diese Fälle zumindest einer großen Öffentlichkeit publik werden und oft auch etwas bewirken.

    …unterstützt (bzw. unterzeichnet und teilt) bitte auch meine Petition gegen CETA bzw. dafür, dass die Initiatorin der CETA-Bürgerklage, Frau Grimmenstein mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wird.

    https://www.change.org/p/bundesverdienstkreuz-für-die-initiatorin-der-ceta-klage-frau-marianne-grimmenstein?source_location=minibar

    Danke!!! 🙂

    Ps. …und natürlich freue ich mich auch, wenn Ihr meine Petition nach erfolgter Unterzeichnung mit ein paar EURO unterstützen könnt.

    1. 2005 war nicht vor 27 Jahren.
      Komisch, Kritik ist hier bis zu dieser Stelle nicht zu lesen. Dann wird wohl meine Meinung hier wohl sowieso nicht zu lesen sein. Tschüß

  16. Lieber Andre Holm, meinen Respekt und meine Unterstütung haben Sie. Als „ehemaliger“ Westdeutscher, Immobilienbesitzer (nur eine Wohnung!) und nicht Linke-Wähler, war ich trotzdem begeistert was sie für die Stadt erreichen wollten. Nun hat man fadenscheinige Gründe gefunden Sie zu entlassen. Machen Sie trotzdem weiter, wenn auch nicht als Staatsekretär. Kümmern Sie sich um soziale Mieten in der Stadt. Wie sich in den letzten Jahren Berlin in Bezug auf Immoblien/Miethöhe entwickelt hat, ist nicht mehr feierlich. Sie wären ein sehr guter Staatsekretär gewesen. Ich persönlich glaube sehr wohl das ein Mensch sich ändern kann und nehmen Ihnen ihre kurzzeitige Stasi-Tätigkeit nicht übel. Lassen Sie sich nicht verbiegen

  17. SgH Dr. (so viel Zeit nehm‘ ich mir) Holm,
    ich verletze mal meinen vor einigen Jahren gefassten Entschluss, keine Kommentierungen mehr abzugeben – zu gering ist die Breitenwirkung. Hier dennoch einige Worte:
    Sie sind zwar einige Jahre jünger als ich, aber alt genug, unterstellen zu können, in den letzten Jahren der DDR – und insbesondere in ihr lebend – als erwachsen zu gelten.
    Ich selbst wuchs in einem weitestgehend ‚linientreuen‘ Familienumfeld auf und kann mich an JEDE – vor allem zu Hause – geführte Diskussion bzgl. meines beruflichen und seinerzeit damit zwingendem ‚gesellschaftlichen‘ Engagements SEHR gut erinnern.
    Das wir uns nicht missverstehen, so ganz ohne Geheimdienst kommt kein Staat aus, insofern darf (UND SOLLTE) man durchaus eine differenzierte Betrachtung des Wirken eines JEDEN erwarten können. Verletzung – auch in der DDR geltender Gesetzte – ist dann Sache von Gerichten über Schuld und Unschuld zu entscheiden.

    Sie berufen sich auf ‚Erinnerungslücken‘ über den Status Ihrer Tätigkeit beim MfS. Wollten Sie hier wirklich verkaufen, nicht gewusst zu haben, für welchen beruflichen Weg Sie sich entschieden haben?
    Sorry, aber das ist ein Schlag ins Gesicht – speziell jedes in der DDR aufgewachsenen Menschen. Dass Sie sich an Details gemachter Urlaubsreisen (ja auch) nicht erinnern können, mag man als bedauerlich empfinden – ist und bleibt aber Ihre ganz persönliche Sache.
    Was aktive Politik erfordert haben Sie sicher aus vielfältigen Medien in den vergangenen Wochen entnommen, vielleicht auch den einen oder anderen persönlichen Rat bekommen.
    Die ‚gezogene Reißleine‘ jetzt noch für sich zu beanspruchen ist jedenfalls schändlich, in jedem Fall aber zu spät – weil nicht selbstbestimmt. Angemessen wäre wohl eher der Schleudersitz, um Ihrer ehemaligen Chefin die geforderte Vorlage zur Entlassung zu ersparen.

    Ehrenhaft wäre gewesen, den Job gar nicht erst anzutreten – wenigstens dessen Antritt zu verschieben. Aber dafür hat es offenbar nicht gereicht – TRAURIG!

    1. Danke für Ihren Kommentar! Genau meine Gedanken!
      Damit brauche ich keinen mehr zu verfassen. Sehr gut auf den Punkt gebracht!
      …oder vielleicht doch noch ein paar Worte…,
      …Ich habe wirklich vollsten Respekt vor seine Arbeit in Bezug auf die wohnungspolitischen Herausforderungen.
      Aber nur mal rein hypothetisch, wenn unser Staat von Rechten eingenommen wird, ist er dann wieder einer der ersten, der sich dem neuen System anbiedert? Ich traue solchen Menschen nicht mehr! Dafür habe ich zu viel erlebt in Bezug auf stasigelenkten Einschüchterungen und Folter.
      Jeder Mann, jede Frau mit Stasivergangenheit hat nichts mehr in unserem heutigen System zu suchen, erst recht nicht im politischen Orchester ! Eigentlich gehören all diese ehemaligen Stasimitarbeiter ins Gefängnis!

      1. @ Roland N
        Gut, dass Sie nicht an der Macht sind. Zum Glück ist dies nämlich ein Rechtsstaat, in dem Verfehlungen nicht das ganze Leben lang mit Knast bestraft werden.

    2. da sehe ich ähnlich wie du Hartmut, auch die Veranstaltung gestern im „ExRotaprint“ war unwürdig und Holm inszenierte sich lediglich als Opfer einer Kampagne gegen ihn, war es aber nicht. Er ist maßgeblich an seinem Scheitern selber schuld!

      Und den „starken Mann“ und „Helden“ muss er auch nicht vortäuschen, denn das ist dieser Mann nicht. Meine Fotos von der Veranstaltung beweisen dies hinlänglich.

  18. Als geborener und mit einer Ostdeutschen verheirateter Westberliner, ehemaliger CDU-Wähler, ehemaliger SPD-Wähler, ehemaliger Grünen-Wähler, heutiger Linken-Wähler und Mieter möchte ich Ihnen auch im Namen meiner Familie danken. Die Hoffnung, die hier mehrfach angesprochen wurde, haben wir ebenso verspürt. Abstrus hohe Mieten sind ständiges Thema im Bekanntenkreis. Manche ziehen an den Stadtrand, andere gleich in andere Städte. In Lohn und Brot sind sie alle, aber nach Jahrzehnten marktradikaler Politik ist das kein Garant mehr dafür mit einer vierköpfigen Familie einfach in der Stadt wohnen zu können. Ihnen und Ihrer Familie alles erdenklich Gute. Wir hoffen, bald wieder von Ihnen zu hören.

  19. Enttäuschend ^^ Werde definitiv nicht die wählen gehen, die auf der Seite der Gier nach mehr und mehr und der Verdrängung des Überbleibselst sind.

  20. viel feind, viel ehr. ich persönlich sehe jetzt klarer, wo die linie läuft, und wer auf welcher seite steht. vielen dank auch dafür, herr holm!

  21. Seit Tagen, ach was, seit Wochen kann man nicht umhin, zu bemerken, wie die „bürgerliche“ Presse (z.B. Der Tagesspiegel ) sich nicht scheut, in einer fast hetzerischen Weise die eine Schwachstelle in der Vita Holm auf zu bauschen, mit dem Ziel, diesen Politiker hinaus zu ekeln. Nun haben sie es geschafft. Doppelt enttäuschend ist, dass sie einen diesbezüglichen Kommentar zu einem ihrer Online-Artikel von gestern (15.01 ) einfach nicht ihre Kommentar-Liste aufnehmen. Von wegen „freie Meinungsäußerung“, die einem gegeben ist…

  22. Enttäuschend ist nicht nur der „Rücktritt“, sondern vor allem wie die sog. „Linke“ Dir und den von Dir verkörperten Zielen einer sozialen Wohnungspolitik nun demonstrativ den Rücken kehrt. Das ist zutiefst entlarvend.

    Spätestens jetzt sollte jedem interessierten Beobachter klar sein, dass die kapitalistische Einheitspartei Deutschlands aus CDUCSUSPDFDPAFDGRÜNE auch die Endung „Linke“ bekommt, so sie an der Machtausübung beteiligt ist.
    Diese Scheindemokratie ist eine Farce: 99% der Abgeordneten stehen in der Realität bei Machtbeteiligung für eine Politik, die den Interessen von 90% ihrer Wähler widerspricht – und werden dank Mainstreammedien immer wieder „gewählt“.

    Aber, lieber Andrej, das ausgerechnet Du den Ramelowschen Anbiederungsausdruck „DDR-Diktatur“ benutzt, kann ich mir nur damit erklären, dass du dir nicht alle weiteren Karrierestufen verbauen möchtest. Das ist zwar verständlich, jedoch dient es hier nur der Argumentation deiner Gegner. Das muss dir doch auch klar sein….?

  23. Am Ende ist es die Menschlichkeit die Menschen zusammen hält. Wer sich dem System verschreibt, grenzt sich aus. In dem Sinne, willkommen zurück bei den Menschen :)! Es war ein Versuch wert und es war sinnvoll, da es mit Sicherheit weiteren Menschen zurück zur Menschlichkeit verholfen hat. Eine vorbildgebende Mietpolitik (und Menschlichkeit) passen nicht in das aktuelle Weltgeschehen und waren deshalb innerhalb des Systems undenkbar. Wichtig ist am Ende der Blick in den Spiegel und du Gewissheit Mensch zu sein! Sie haben viel geschafft Herr Holm, was auch in der Zukunft von Bedeutung sein wird! Danke für den Mut!

  24. Lieber Andrej Holm,
    die HU hätte gar nicht die Frage nach der Stasi stellen dürfen und deshalb durftest du bei dieser Frage lügen: Diese Argumentation entwickelte vor einigen Tagen Jonny Eisenberg sehr überzeugend in der TAZ.
    Meine Frage an dich: Warum hast du diese Argumentation nicht offensiv eingesetzt?
    HJ Heusel

    1. Eisenberg hat nicht immer Recht. Ein Arbeitgeber muss sich ein Bild von seinem Mitarbeiter machen können, gerade im öffentlichen Dienst. Und die frühere Stasitätigkeit war gerade ein Thema vieler Ostdeutscher. Allerdings all derer, die sich nicht bei der SED angebiedert haben. Jeder soll seinen Weg gehen. Mir sind aber immer noch die lieber, die der DDR auf die eine oder andere Art geschadet haben.

  25. Der Rücktritt ist zwar traurig, aber richtig! Das ist Realpolitik. Macht und Geld setzen sich durch. Differenzierung im Umgang mit Geschichte – Fehlanzeige!

  26. Sehr geehrter Herr Holm,
    ich hatte mich über Ihre Berufung sehr gefreut. Und Ihre kurze Mitwirkung beim MfS sehe ich auch als Jugendsünde an, die verzeihlich gewesen wäre.
    Leider muss ich, selbst öffentlich Bediensteter, Ihnen allerdings sagen: Dass Sie bei Ihrer Einstellung nicht die Wahrheit angegeben haben, das hat Sie disqualifiziert und jetzt eingeholt. Sie haben damals (wie wir alle) sinngemäß unterschrieben, dass falsche Angaben zur Entlassung führen. So viel Zeit hätten Sie sich nehmen müssen, dass Sie Ihre Angaben überprüfen, ggf. mit kompetenter Beratung, und korrigieren.
    Es kann in unserem Staat nicht sein, dass jemand, der die Unwahrheit sagt, für die Öffentlichkeit Dienst tut, das zerstört das ohnehin vielfach erschütterte Vertrauen in den Staat vollends. Daher: Schade um die vertane Chance. Aber aufgrund Ihrer Falschaussage nicht heilbar.
    Für Ihre weitere politische Arbeit wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Erfolg!

  27. Mich erstaunt immer wieder, wie unterschiedlich die Ellen sind mit denen auch hier gemessen wird.
    Hans Filbinger durfte es mit seinen Todesurteilen noch zum Ministerpräsidenten bringen aber das scheint ja lange her.
    Da wird Hetze übelster Art betrieben, Kriege angezettelt mit Argumenten, die sich hinterher als Lüge enttarnen lassen und was geschieht? Aber hier lügen ja Staatsmänner, da braucht es keine große Aufregung.
    Hat da nicht einer mal von vitalen Interessen im nahen Osten gesprochen?
    Tausende von Toten zählen einfach nicht in Gesellschaften, die zuvorderst auf den eigenen Nutzen schauen und nach dem Blick erst wissen wo die Wahrheit zu finden ist.
    Die Berliner CDU frohlockt bereits schon wieder, rot-rot sei am Ende und scheinen nicht begreifen zu wollen, dass dem Diepgeschen Sumpf das Unrechtsbewußtsein völlig abhanden gekommen war und in jämmerlicher Gestalt des Klaus-Rüdiger immer noch fehlt.
    Manchmal möchte man nur kotzen.
    UK

  28. Andrej Holm hat sich mit erstaunlich kritischen Worten um einen unvoreingenommenen Umgang mit der DDR-Geschichte bemüht. Doch das Todschlagsargument „Stasi“ ist immer noch virolent und verhindert im Diskurs der herrschenden Eliten eine Beurteilung der DDR ohne antikommunistische Ressentiments. Nur so ist zu erklären, dass sich die Koalitionäre SPD und Grüne von der Immobilienlobby in die Defensive drängen ließen. Der Regierende Bürgermeister knickte insofern bei der Personalie Holm jämmerlich ein und verlor jede Legitimation, Sprecher einer alternativen sozialen Stadtpolitik zu sein.

    1. Leider findet er für seine eigene Geschichte kein kritisches Wort. Im übrigen existierte die DDR 2005 schon lange nicht mehr. Holm wollte einfach die Familientradition „einmal oben, immer oben“ fortsetzen. Gut, daß sich die Berliner das nicht bieten ließen. Müller „handelte“ viel zu spät und hielt die Personalie Holm jämmerlich lang aufrecht.

  29. Kopf hoch Herr Holm, die Welt dreht sich weiter und Sie haben Ihre Berufung ja bereits gefunden. Außerhalb von Verwaltung und Parteibonzentum ist genug zu tun. Also fassen Sie mit an.

  30. die“wendeist27 Jahre her. Ich war auch ein offizieller Mitarbeiter-für dieSicherheit der DDR. Habe 1988 aufgehört. Wisst ihr eigentlich wie danach dann auch die ehemaligen Mitarbeiter bezeichnet worden sind? Auch ich war ein“ Verräter „der“ Sache „.Es durfte sich keiner meiner „genossen“ mehr mit mir treffen -ich wurde an wohnungstüren abgewiesen -wie ein aussätziger. Trotzdem war ich jung, sozialistisch erzogen, habe niemandem ein leid getan, habe aber auch schüsse gehört, einiges gewußt. Aber es war nicht alles falsch und menschenverachtend wie es oft in den Medien dargestellt wird. Es war vor 27 Jahren!!!Eine lebensschule für mich… .Wahrscheinlich für den Abgeordneten noch weniger…… Jens

    1. Die Behauptung nie geschadet zu haben steht einem Stasimann einfach nicht zu! Selbstverständlich war die ddr ein Unrechtsstaat und jeder Mitarbeiter des Unterdrückungsorgans war Stütze und Günstling dieses Staats! Eine solche Mitgliedschaft als Schule zu betrachten ist besorgniserregend. Sicher ist es keine Schule für ein politisches Amt in einer Demokratie! Herr Holm ist frei von jeder ernsthaften Einsicht in seine eigene Vergangenheit und dieser Rücktritt peinlicher Weise in letzter Minute als letzte möglichkeit gewählt und längst überfällig!

  31. Dem Herrn Holm viel Kraft für neue Aufgaben im Interesse von Demokratie im Lande. Im Moment haben die Westberliner Scharfmacher immer noch das Sagen. Da sind aber auch die Ganoven mit Herrn Knabe an der Spitze. Doch die Zukunft wird diese Reaktionäre wegspülen.

  32. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller über Andrej Holm:
    „Zugleich ist Holms Leben Spiegel deutscher Geschichte, ob es DDR, Mauer und Schießbefehl oder die Wiedervereinigung gewesen ist. Alles hat Holm nicht nur miterlebt, sondern innerlich mitgelebt. Er hat Stellung genommen, Position bezogen, und das Geschehen wissenschaftlich in der ihm eigenen intensiven Weise verarbeitet und beschrieben. Dazu gehören auch manche Brüche. Dies aber gehört mit ins Bild der eindrucksvollen Figur dieses großen deutschen Wissenschaftlers, der wie alle großen Wissenschaftler mit Meisterschaft seine Ambitionen auch in anderen Feldern der Welt der Wissenschaft verwirklicht hat. Unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei der Partei, die ihn nominierte, seinen Freunden und Bekannten und natürlich bei ihm selbst. Sein Berlin trauert um den Staatssekretär Andrej Holm.“

    Quelle: https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung.294132.php

    Oops, nein, falsche Mitgliedschaft in der Adoleszenz, zu dumm!

    1. Nette Satire!
      Günter Grass hat als Ex-Nazi offenbar ‚genug‘ für die SPD getan, um am Ende so einen Nachruf vom Regierenden Bürgermeister zu bekommen.

  33. Lieber Andrej Holm,

    bundesweit sind wohl Leute enttäuscht (mein Freund und ich sind ernsthaft traurig) und wütend dass Sie von Ihrem Amt zurücktreten mussten. Ein kleiner „Trost“ ist es vielleicht, dass eine soziale Wohnungspolitik ja nicht nur von einem Amtsträger abhängt. Sofern die Koalition es ernst meint, wird sie das auch mit einer anderen Person umsetzen, bzw. wenn sie es nicht ernst meint, wäre es ja auch für Sie sehr schwer geworden.

    Viele Grüße aus Köln!

  34. Da braucht man garnichts zu beschönigen. Ein ehemaliger Stasi-Mann hat in der Politik nichts zu suchen. Zumal auch noch bewusst gelogen und geschummelt wurde. Ich bin froh, das diese Baustelle nun ad acta gelegt ist. Mehr ist dazu nicht zu sagen! Punkt!

    1. Wer in der Politik „nichts zu suchen“ hat entscheiden zum Glück nicht Sie! Andrej Holm hat in den letzten 27 Jahren gezeigt dass er dort sehr wohl etwas zu suchen hat und ich bin zuversichtlich dass er das auch weiter tun wird.
      Viel skandalöser finde ich es dass nach 1945 insbesondere im westlichen Teil Deutschlands massenhaft faschistische Beamte zu hohen „Würden“ gelangt sind. Die Nachwirkungen zeigen sich u.a. aktuell im Karlsruher Richterspruch des NPD-Verbotsverfahrens. Die ehemaligen faschistischen Blutrichter hatten 1956 beim KPD-Verbot weit weniger Skrupel!

    1. Da würde aber der Bundestag und die Länderparlamente sehr leer werden wenn das als Gleichheitsgrundsatz für ALLE durchgesetzt werden sollte! Und ein Ex-Bundespräsident bekommt stattdessen noch eine lebenslange Pension für die man sonst gleich mehrere Familien ernähren könnte. Aber Sie meinen das ja ganz offensichtlich nur für Linke.

  35. Hochachtung für diesen Schritt, der garantiert kein leichter war bzw. ist.
    Zwar kann ich nicht mit der Stasi sympatisieren, musste aber auch nie über eine Karriere innerhalb der DDR nachdenken. Ich hatte wahrscheinlich einfach Glück, dass mit mit Jahrgang 81 eine solche Wahl erspart blieb.

    Obwohl ich das früher häufig tat, habe auch ich dieses Mal nicht die Linke gewählt. Dennoch war ich froh (und auch positiv überrascht) über ihre Ernennung zum Senator für Wohnen. Wenigstens mal ein stadtpolitischer Hoffnungsschimmer, der nun mittels Nebenschauplätzen ausgehebelt werden sollte.
    Die Konzentration auf einen Teil ihrer Vita hat überflüssige Zwickmühlen erzeugt, die beim Festhalten am Posten wiederum weitere unnötige Selbstläufer hervorgebracht hätten.
    Schaden abwenden, auch entgegen der eigenen Interessen: das macht längst nicht jeder. Respekt!

    Ich hoffe sehr, dass das zwangsläufig hinterlassene Vakuum mit einer Person besetzt wird, die ebenfalls die Bewohner der Stadt über reine Profitinteressen stellt. Hoffnung ist was Schönes…

    Mitten im Wedding wohnend kann ich die Notwendigkeit eines Pradigmenwechsels in Sachen „Wohnen“ vom „Verdienen“ zum „Leben lassen“ gar nicht übersehen. Abriss und Neubau, bitte keine Betsnadsmieter…

    Mittlerweile werden schon neu erbaute, möblierte 26qm-Studenten-Wohnklos für ca. 1000 Euro (!) vermietet, 5-Geschösser zu 7-Geschössern verdichtet, tausende Bewohner durch Modernisierungen vertrieben.

    Zu der Diskussionsrunde heute Abend komme ich gern vorbei, momentan lässt das mein Zeit zu. Viele Grüße und Kopf hoch!

  36. Je weniger Kommunisten in der Regierung desto besser! Sie sollten erst der Anfang sein. Vor allem wenn es um so einen sensiblen Bereich wie Wohnungspolitik geht. Wann immer Politiker ihre Finger im Spiel haben werden die Dinge schlechter, nicht besser. Wir alle wissen das. Der Markt soll es regeln. Denn er kann dies doch am besten.

    Good riddance!

    1. Bezeichnend für solche Hasstiraden wie die Ihre ist dass Sie sich nicht trauen Ihren Namen offen zu nennen!
      Welcher „Markt“ soll denn bitteschön irgendetwas „regeln“? Einen echten Markt gibt es doch schon lange nicht mehr und so kann sich das Kapital ungeniert auf Kosten der Allgemeinheit bedienen – „300 Prozent Profit und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens“.

      1. Das ist doch keine Haßtirade, sondern nur eine Dummheitstirade.
        Immerhin darf hier Kritik doch zu lesen sein, wenn auch obige Schein-Kritik wohl nur der berechtigten Kritik schaden soll.

    2. Ich sehe sehr wenig von dem, was wir menschlich nennen.
      „Der Markt wird’s schon regeln“, ist Vorteilsdenken des Stärkeren, andere nennen solche Denke Sozialdarwinismus.

  37. Sehr schade! Es wäre zu schön gewesen, um wahr zu sein. Ein kritischer Intellektueller, der sich in den letzten Jahren mit dem Thema Gentrifizierung eingehendst beschäftigt hat, und nun sein Wissen, Überlegungen und Erfahrungen in praktische Politik hätte einfliessen lassen können. Ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute weiterhin! Grüße aus Frankfurt am Main

  38. Werter Herr Holm, ich bedaure sehr Ihren Rücktritt und wünsche Ihnen viel Kraft und Unterstützung – beruflich und privat.

    Die Reaktion der, vor den politischen Gegnern, die RRG zu Fall bringen wollen, eingeknickten Politiker, z.B. auch von Herrn Müller, halte ich für falsch.

    Sie hätten konsequent und souverän hinter Ihnen stehen müssen! Durch ihr wankelmütiges und feiges Verhalten, haben Sie sich zum Spielball ihrer Gegner gemacht und die Zügel aus der Hand gegeben. Traurig.

  39. Sich selbst als „unangepasst“ darzustellen ist im Zusammenhang mit der Diskussion um „falsche Kreuze“ ziemlich dreist. Da gefällt mir Ihr Wunsch, „Zwischentöne“ zu ertragen, deutlich besser. Vorbilder voraus!

  40. Schade. Ein weiterer Kritiker mundtot gemacht. Meinen Glückwunsch an diejenigen, die diese Hetze gekonnt medial umgesetzt haben – damit passt alles genau in den Zahn der Zeit: Populismus, kein tatsächliches Auseinandersetzen mit Herrn Holms Biographie und seinem Umgang damit, Verzögerung der eigentlich dringend anstehenden inhaltlichen politischen Debatten bzw. Ablenkung und erneutes Aushölen der Glaubwürdigkeit von Politiker_innen unserer Zeit. Lasst uns alle so weitermachen, dann brauchen wir bald keine Wahlen, keine Presse, keine Meinungen mehr. Wie der Erfolg der AFD zeigt, sind wir eh auf dem besten Weg dahin und am 20.01. tritt Trump sein Amt an. Es ging hier um nichts anderes als den billigen Machterhalt bzw. die Neujustierung der Macht innnerhalb der Koalition und um die Demontage von Glaubwürdigkeit derjenigen, die sozialpolitisch etwas zum Guten ändern wollen. Schämen sollten sich alle, die sich daran beteiligt haben.

  41. Eines ist (mir natürlich nicht erst jetzt) deutlich geworden: SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollen keine andere Politik. Daher kann ich nicht nachvollziehen, warum Die Linke mit ihnen koaliert.

  42. Ein mutiger und ehrenwerter Schritt. Schade jedoch, dass Sie nach noch kurzer Zeit bereits wieder aus der Verwaltung verschwinden. Ihre Stimme wäre sehr nötig gewesen, aktiv eine Veränderung zugunsten von MieterInnen in Berlin herbeizuführen. Schade auch dass sich die Grünen haben so einseitig von der SPD instrumentalisieren. Ihre Wahlkampfrhetorik für die ich sie in der Wohnungspolitik gewählt hatte, entpuppt sich bei der ersten Belastungsprobe als heisse Luft. Ich wünsche mir zum einen, dass die Linke einen glaubwürdigen personellen Ersatz anbieten kann und zum andern, dass bei der HU eine differenzierte Betrachtung für die Besonderheiten einer Biografie der Wendezeit vorhanden ist. Möge der Weg für Sie nicht verstellt sein, an meine alte Hochschule zurückkehren zu können.

    1. Ich habe das erste Mal nicht mehr die Linke gewählt, war dann aber – wie so viele – überrascht, dass Sie eine wichtige Funktion in der R2G einnehmen sollten. Es klingt wahrscheinlich blöd, aber für mich persönlich war das ein Hoffnungsschimmer, doch wieder links wählen zu können, trotz der Kooperationswilligkeit gegenüber der Sozialdemokraten. Ich freue mich, dass Sie aus dieser Situation persönlich gestärkt herausgehen (jedenfalls wie ich es sehe) und dass Ihr Engagement im außerparlamentarischen Sinne noch stärkeres Gewicht bekommen wird. Glückwunsch dafür.

      1. Ich denke, das ist völlig ungerecht und nur ein politisches Säbelrasseln, um uns Ossis zu diffamieren und nachzuweisen, dass wir zu „Unrecht“ existiert haben. Und das finde ich 28 Jahre nach der Wende eine Frechheit! Viele unserer Bürger sind darüber empört. Aber es ist nichts für ewig, es gibt neue Wege: Viel Erfolg in der Zukunft!

  43. Rainer Loveiam (Twitter)
    1) Auf dieser Liste
    „eine Reform der AV Wohnen, so dass in Zukunft Hartz-IV-EmpfängerInnen nicht mehr durch Mieterhöhungen aus ihren Wohnungen vertrieben werden können“
    fehlt einiges:
    Ein noch größeres Problem ist, dass HartzIV /Grundsicherungsempfängerinnen keine „billigen“ Wohnungen erhalten können, da sie von vornherein diskriminiert werden und ihre Anträge automatisch im Papierkorb landen. Dieses muss sich ändern. Auf der Liste sind aber keine Pläne wie dieses geändert werden kann.

    2) Hunderttausende von Nazihelfern (darunter auch die, die die Vergasungsöfen betrieben) wurden nie belangt. Millionen waren in der HJ und das war nicht mal mehr erwähnenswert. Nazi Richter durften ihre Posten behalten. Die „Laufbahn“ vieler ehemaliger DDR Größen wurde nie beanstandet. Viele, die sich über Holm´s kurzen Auftritt bei der Stasi und sein Herumhantieren an Waffen beklagen wollen, gehören oft zu denen, die selbst viel am Stecken haben: Vielleicht schlagen sie ihre Frauen, terrorisieren ihre Kinder, bescheissen bei ihren Steuern, machen Schwarzarbeit, bespitzeln ihre Nachbarn aus Routine, fälschen ihre Doktorarbeiten oder lassen ihre Hunde frei im Park herumlaufen und sammeln ihre Kacke nicht ein. Es ist alles so relativ.

    1. A propos Heuchler: Die mit dem „C“ im Namen hatten kein Problem damit, eine Person, die vor 1945 PG und hoher Beamter in Goebbels Reichspropagandaministerium war (Kiesinger), 1964 zum Bundeskanzler zu küren. Und die SPD hatte kein Problem damit, mit ihm am Kabinettstisch zu sitzen. Aber ein 18-jähriger, der Stasi werden wollte und jetzt Staatssekretär – das geht ja nu garnicht.

  44. Danke für die Transparenz. Der Prozess hat begonnen! Die AusserParlamentarischeOpposition ist mehr denn je gefragt.

  45. Hallo Herr Holm.

    ich bedaure Ihren Rücktritt zutiefst. Sie wurden von einer scheinheiligen SPD den Kapitalinteressen der Wohnungsspekulanten geopfert. Diese moderne Hexenjagd wegen einer Lapalie ist einfach unerträglich. Wie soll man mit dieser SPD fortschrittliche Politik machen?

    Mit solidarischen Grüßen
    Hans Gößler

  46. Die hinter uns liegenden Wochen haben doch mal wieder gezeigt, dass ein differenzierter Umgang mit dem Thema Stasi und seinem Umgang auch nach 27 Jahren nicht möglich ist. Es ist für mich sehr traurig anzusehen, dass damit die Hoffnung auf eine sozialere und mietenfreundlichere Politik in Berlin zerplatzt ist. Der Angriff auf Andrej war doch ein verdeckter – und damit umso hinterhältiger – auf seine Politik und seine Ziele. Ich hoffe, dass der Kampf für eine sozialere Stadt dennoch weitergehen kann und wird und dass er aussichtsreich geführt werden kann.

  47. Es ist traurig. Es ist enttäuschend, wenn auch nicht überraschend. Die SPD ist sich schließlich nur treu geblieben und hat sich entschlossen, doch keine positive Überraschung wert zu sein. Es macht wütend, ingrimmig wütend.
    Angesichts dessen ist es schmerzhaft mir vorzustellen, wie es erst den Betroffenen geht. Ich wünsche euch Kraft, eine Welle der Solidarität und bald noch bessere Jobs.

    Und wir haben alle verloren, Berlin und aber auch viele andere Kommunen, die von einer Revolution der Stadtpolitik in einer der wichtigsten Städte Europas profitieren hätten können. Vom Beispiel, von der Vorbildwirkung, vom Beweis, das eine andere Stadtpolitik möglich ist. Wenig überraschend, dass das Kapital und ihre Erfüllungsgehilfen verhindert haben.

  48. Sehr geehrter Herr Holm,

    die Entwicklung ist zwar sehr schade, aber doch abzusehen gewesen. Es war doch klar, dass es starken Gegenwind geben wird, da sind frühere „Erinnerungslücken“ gar nicht gut.
    Trotzdem wäre es machbar gewesen, mit Offenheit, Offensive und Rückendeckung. Ein wirklicher Politikwechsel zu R2G ist hiermit noch schwerer geworden.

  49. Meinen großen Respekt für die Entschlossenheit und das Durchstehen dieser schweren Zeit, lieber Andrej Holm!
    Es ist nicht weniger als ein Armutszeugnis für eine „demokratische“ Gesellschaft, wenn eine reflektierte, ehrliche Auseinandersetzung mit Fehlern der Vergangenheit sowie ein offensichtliches, persönliches Abwenden von diesen Fehlern öffentlich diskreditiert werden, nur weil durch Dein progressives Handeln den neoliberalen Auswüchsen unserer Zeit entgegengetreten wird.

    Solidarische Grüße aus Münster! Jetzt erst recht!

  50. Als bekannt wurde, dass Sie Herr Holm zum Staatssekretär Wohnen ernannt wurden, habe ich mir schon etwas verwundert die Augen gerieben. Sollte es der neue Senat wirklich ernst meinen mit einer mieterfreundlichen Politik ? Kann es sein ? Ach nein, es war nur ein kurzer Traum. Wie schade …

    1. Das ist vollkommen richtig. Es war aber an der Linken den Heuchlern Paroli zu bieten. Das haben sie(wie von mir erwartet) nicht getan.

      1. Leider nicht! Und nach mehr als 16 Jahren Mitgliedschaft in der LInken, werde ich morgen schriftlich meinen Austritt aus dieser Partei absenden! Sorry, aber ich habe kein Vertrauen mehr in die LInke, zumindest in den Landesverband der Berliner Linken nicht, alles karriergeile Dilleatanten und jämmerliche Versager!

  51. Ich habe meine Wette mit mir selbst gewonnen. Nach Müllers Auftritt, hab ich zu mir gesagt: Binnen 48h tritt er selbst zurück.

    Das war die falscheste aller Entscheidungen, denn jetzt ist es völlig egal was die Linke sagt und vorhat. Es wird sowieso nicht mehr ernst genommen. Ihr habt gerade bewiesen, dass man euch nur ein bißchen den Arm auf den Rücken zu drehen braucht und dann gebt ihr nach und das werdet ihr immer und immmer wieder. Vielmehr noch kann die Linke es sich in Zukunft nicht mal mehr erlauben Piep zu sagen, denn vor einer Neuwahl muss jetzt die Linke die meiste Angst haben.

    Diese Koalition wird in der Zukunft eine 100%-ige Fortsetzung der gerade abgewählten sein. Hallo liebe Berliner. Die Wahl hättet ihr euch sparen können. Der richtige Weg wäre übrigens gewesen spätestens gestern die Koalition für beendet zu erklären.
    Jetzt nachdem Sie zurückgetreten sind brauchen sie es nicht mehr, denn dazu hat dieser Rücktritt zu viel Geschmäckle.

  52. Schade, bis 18 Uhr arbeite ich, wenn es eine Stunde später anfangen würde, wäre es für mich kein Problem. Aber von Tempelhof (Kaiserin-Augusta-Straße) bis nach Wedding, da käme ich wohl eine dreiviertel Stunde zu spät, zumal ja auch derzeit Pendelverkehr auf der U-6 von U-Bahn Wedding bis U-Bahn Seestraße ist!
    Viel ERfolg Andrej Holm! Meine und die meiner vielen GEnossen von Marx21 hast Du immer!

  53. Leider war das zu erwarten. Die LINKE macht genau da weiter, wo sie 2011 als Bestandteil der „rot-roten“ Koalition aufgehört hat. Die Berufung von Andrej Holm war ein kleines Signal der Hoffnung, wenigstens auf eine andere Wohnungspolitik, aber auch ein bisschen auf eine LINKE, die Mitregieren nicht als Selbstzweck begreift. Doch das ist jetzt schneller vorbei, als ich dachte

    1. Das muss micht verwundern. Ist doch das verantwortliche Personal das Selbe was damals abgewählt wurde. Hier oben in MV gab es bei der Linken auch keinen Neuanfang. Der Holter wurde zurück in’s Glied gestuft, aber ansonsten… alles beim Alten. Ich habe es nicht bereut am 4. September nicht die Linke gewählt zu haben. Ich hätte es auch nicht in Berlin getan, denn die sind noch schlimmer.

  54. Traurig, dass fähige Leute mit Deinem hohen Wissensgrad raus gekickt werden. Es war eine Chance für uns alle. Ich wünsche Dir persönlich alles Gute und neue Chancen!!!

  55. Weshalb sind Sie nicht bereits im Dezember zurückgetreten? Durch Ihren nicht zu überbietenden Egoismus haben Sie „dem jungen Pflänzchen“ Rot-Rot-Grün irreparablen Schaden zugefügt – auf Landes- aber auch auf Bundesebene! Vielen Dank, Herr Holm!

  56. Es ist so verdammt traurig, dass ein wohnungspolitischer Aufbruch nicht mit dem besten Mann auf diesem Posten mehr möglich war. Aber als Menschen, die teils seit Jahrzehnten in sozialen Bewegungen aktiv sind, wissen wir, dass nur auf der Straße etwas bewegt und verändert werden kann, nicht allein in Parlamenten.

    Fatal ist jedoch das Signal, dass die Linkspartei mit ihrem Verbleib in der Koalition aussendet: „Mit uns könnt ihr euch jede Schweinerei erlauben, solange wir an der Macht bleiben. Mit uns könnt ihr regieren.“ Ich hätte mir eine andere Konsequenz gewünscht und fühle mich wieder auf mich/auf uns allein gestellt.

    1. Ich glaube, dass die Linke da in einem Dilemma steckt. Sie kann machen was sie will, für die herrschenden Medien sendet die Linke immer das falsche Signal aus. Stellen Sie sich vor, welches Tamtam in den Medien losginge, würde die Linke aus der Koalition aussteigen.

  57. Lieber Herr Holm,
    das Überzeugendste und Nachdenklichste , was dazu gesagt wurde, hat ja Herr Kowalczyk auf den Seiten der Bundeszentrale und in der Süddeutschen Zeitung gestern veröffentlicht. Dies auch vor allem an die Adresse der nicht relativierenden und ewiggestrigen „SED-Gegner“ und FDP-ler in Ihrem Blog gerichtet :
    http://www.sueddeutsche.de/politik/ddr-geschichte-andrej-holm-ist-auch-ein-opfer-des-sed-regimes-1.3331910
    Unbestritten sind und bleiben Ihre analytischen Verdienste und durch Medien nicht manipulierbaren Sichten auf die makroökonomische Dinge in unserer Stadt!
    Halten Sie durch und bleiben Sie der kleinen Regierungspartei trotzdem gewogen, die ein Novum in der Stadt gewagt hatte… !

  58. Lieber Andrej, dass du jetzt zum „Bauernopfer“ gemacht wirst, weil Herr Müller einen Stellvertreterkrieg wg. Herrn Saleh führt uswusf. – das ist einfach erbärmlich.
    Dein Rücktritt ist traurig, bedauerlich und politisch fatal. – Ich fand ja die Aussagen der FDP herzerfrischend offen. Da hat Sebastian Czaja ganz gut, wenn auch ungewollt, die Katze ausm Sack gelassen. – Mir tut es nur in der Seele weh, wenn ich mir vorstelle, was Du in den letzten Wochen durchmachen musstest. Ich habe mich oft gefragt, wie ein Mensch so eine Schlammschlacht aushalten kann. – Ich habe 1989 auf der anderen Seite gestanden, und nicht zuletzt deshalb finde ich diese ganze vorgeschobene Stasi-Ekstase einfach nur lächerlich und aberwitzig. Ich dachte, dieses Land wäre inzwischen weiter. Werch ein Illtum, um mit Jandl zu sprechen.

    1. „wenn ich mir vorstelle, was Du in den letzten Wochen durchmachen musstest. Ich habe mich oft gefragt, wie ein Mensch so eine Schlammschlacht aushalten kann“.

      Nun mal halblang. Da frage ich mich eher, was Opfer der Stasi früher durchmachen mussten und wie viele Menschen das Leben in der DDR aushalten konnten.

      Keine Sorge. Herr Holm wird schon weich fallen. Und einen Stasi-Folterknast gibt es heute auch nicht mehr.

      1. Genau wie sie hat man die Probleme de Oppositionellen in der DDR auchk kleingeredet. “ Bei den Nazis, ja da… aber doch nicht in der DDR.“ Nach heutiger Einschätzung ging es den Oppositionellen ganz, ganz schlimm. Tatsache im Fall Holm bleibt aber, dass er das Opfer politischer Verfolgung ist. Ich kann mir vorstellen, dass die öffentliche Hinrichtung der eigenen Person durch die Medien schwer zu ertragen ist. Bei der Stasi nannte man das Zersetzung, was man heute bei den Medien betreibt.

  59. Eine ausgezeichnete Erklärung, bedauerlich, dass es so weit kommen musste. Von der vollmundig angekündigten neuen Koalitions-Kultur ist seitens von SPD und Grünen leider schon jetzt nicht mehr viel vorhanden.
    Ich begrüße es, dass Sie weiterhin engagiert auftreten wollen. Die reformorientierten Teile des Senats können auch ohne Amt auf Ihre Fähigkeiten zurückgreifen, wenn sie das möchten.

    1. „ausgezeichnete Erklärung“ ? – Ich lese nur Selbstmitleid und Verachtung denjenigen gegenüber, die Wohnraum überhaupt erstmal zur Verfügung stellen. Auch wenn es für einige („die Bewegung“?) nicht vorstellbar ist: bevor eine Wohnung vermietet wird, muss sie erstmal gebaut/gekauft werden. Und das dabei investierte Geld muss über die Miete wieder erwirtschaftet werden. So ist das nun einmal. Wir leben nicht in Fantasialand.

      1. Genau, und das dabei investierte Geld soll einen möglichst hohen Gewinn erzielen! Ja wir leben nicht in Fantasialand sondern im knallharten Kapitalismus und das Kapital ist bereit für 300 Prozent Profit jedes nur denkbare Verbrechen zu begehen!
        Gerade unter solchen Bedingungen bräuchte es einen Staatssekretär wir Andrej Holm.
        Danke Andrej für Deinen Mut und ich hoffe dass Katrin einen guten Ersatz für Dich findet!

  60. Was ist das nur für ein Haufen von Politikern? Der Berliner Senat, voran die SPD, ist nicht in der Lage, eine Stadt zu führen , erbärmlich! Ich bin enttäuscht! Mal wieder haben die Gegner der rot-rot-grünen Koalition gewonnen, die Bundestagswahl wird es zeigen. Die Linke ist nicht fähig, einen Andre Holm arbeiten zu lassen!

  61. Sehr geehrter Herr Holm,
    das finde ich sehr schade, aber ich kann Sie verstehen.
    Viel Erfolg weiterhin bei Ihrem Einsatz.
    Angelika Krüger

  62. „cultural wars“, ein bisschen druck von konservativen und populistischen medien die als lobbisten von immobilienbranche und interessengrupen agieren… und in nur 5 wochen lässt sich die rot-rot-grün regierung eine so wichtige schachfigur schlagen… die sog. „faktischen mächte“ kennen das spiel und sind nun wohl gesichert, wie schwach und komplexbeladen unsere sog. „linke“ ist…

  63. Es ist sehr traurig um unsere Demokratie bestellt.
    Nachdem in der alten Bundesrepublick jahrzehntelang Kriegsverbrecher und höchste Beamte aus Hitlers Regierungsmannschaft in hohe Regierungämter berufen wurden, will man heute einen unbequemen parteilosen Politiker wegen seiner „Stasivergangenheit -in der er nie zum Einsatz gekommen ist“ loswerden.
    Die SPD und vorallem die CDU sollte sich an die eigene Nase fassen, warum sie damals diese Verbrecher mit getragen und ausgehalten hat. Die heute noch lebende Vertreter beziehen noch opulente Staatspensionen.
    Wieder wird auf Druck der Wohnungsloby ein komtenter Politiker geopfert.
    PFUI TEUFEL für SPD und CDU, Was sagen die Grünen dazu?

      1. Das war und ist purer Antikommunismus!
        Aber das ist man ja vom (west)Berliner Frontstadtsender und den anderen Konzernmedien gewollt.
        3 Monate WR FED (Wachregiment Feliks Edmundowitsch
        Dzerschinski o.s.ä. geschrieben), Na Wahnsinn!!!

        Hier wird mit allen Mitteln versucht einen unbequemen, für Mieterrechte und gegen die (west)Berliner Immobilienmafia auftretenden Aktivisten
        unmöglich zu machen.
        In seiner mögl. Funktion als Staatssekretär hätte er vielleicht (oder auch nicht) das eine oder andere bewegen können.

        DAS war und wird von den Herrschenden UND regierenden NICHT gewollt.
        Deshalb dürfte klar sein, aus welcher Ecke diese
        Kampagne kommt.

        Wenn die Berliner Linkspartei ein Rückgrat haben sollte, müsste sie nur eine Konsequenz ziehen.
        RAUS aus dieser „Koalition“!

        Aber wie ich diese Leute so einschätze,
        werden sie kneifen und sich damit endgültig unglaubwürdig machen.
        Dann können sie ihren „Laden“ zumachen und geschlossen zu den Verrätern der Arbeiterklasse und einfachen Leuten gehen (SPD).

        Viel Glück Andrej auf deinem weiteren Weg
        und laß dich nicht auf einen Kotau vor diesem System und seinen Helfershelfern ein.
        Das hast du nicht nötig!

        Die DDR war und ist KEIN „Unrechtsstaat“!!!
        Du warst zwar nur kurz im WR, hast dort aber ehrenvoll gedient.

        Dieses kap.System hat zugelassen, das alte und neue Faschisten unter dem Deckmantel der bürgerlichen
        „Demokratie“ Karriere machen konnten und können.
        Die DDR war nicht für 2 Weltkriege und Faschismus der übelsten Art verantwortlich.
        DU hast dir also NICHTS aber auch GARNICHTS vorzuwerfen.
        MfG OSSI

        1. Ob die DDR ein Unrechtsstaat war, bestimmen zum Glück nicht die Fans von Herrn Holm und auch nicht die Nutznießer der SED-Diktatur. Und im Wachregiment des MfS hat ganz sicher niemand ehrenvoll gedient. Ich im Übrigen auch nicht bei der NVA, ich habe dort nur 18 sinnlose Monate meines Lebens vergeudet.

          1. Das bestimmen aber auch nicht die Horden von Pseodowissenschaftlichen Propagandisten, die dafür bezahlt werden, die DDR zu deligitimieren.

    1. Vor allem fällt immer wieder auf, dass die Stasikeule immer dann herausgeholt wird, wenn einem diejenige Person nicht ins politische Konzept passt. Auch wenn das alles lange vorher bekannt war. Da ist Hr. Holm nicht der Erste. Das ist einer Demokratie nicht würdig.

  64. Na dann, ab jetzt mit starker Rückendeckung aus der echten Stadt.
    Jetzt erst recht und mit voller Fahrt zu einer gerechteren Stadt.
    In den 80ern haben wir schon einmal beweisen müssen, was alles möglich ist.

  65. ich war 09-2016 nach 9 abgeordnetenhauswahlen erstwähler: erstmals nicht grün – auch ohne zu wissen, dass die linken das ressort für (eine andere) stadtentwicklung bekommen und so gut besetzen würden.
    ich weiss jetzt, warum und auch: nie wieder grün!
    christian

  66. Das Projekt RotRotGrün in Berlin soll offenbar doch von Anfang an beschädigt werden, auf dass es bloss keine Option für den Bund werde. Wenn Grüne oder die Spezialdemokraten es überhaupt je wollen.

  67. „Dass Regierungsmitglieder nun frohlocken, endlich mit der Arbeit zu beginnen, kann nur verwundern. In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen jedenfalls hatten wir bereits mit der Arbeit begonnen und haben zusammen mit einer professionellen und für die neue Politik aufgeschlossenen Verwaltung in den wenigen Wochen einige Ergebnisse erzielt.“

    Danke für diese Sätze. Die Debatte um Ihre Person war wie stets geprägt vom politischen und medialen Wahnsinn, der, wie Sie ganz richtig formuliert haben, keine Zwischentöne ermöglicht – und den Eindruck erweckte, als müsse erst Ihre Personalie geklärt sein, bevor alles andere beginnen könne.

    Ich kann mich den anderen nur anschließen: Ich war so hoffnungsfroh nach der Berlin-Wahl, endlich eine R2G Koalition, endlich die große Koalition vorbei, endlich ein kleiner Hoffnungsschimmer im Vergleich zu Trump, AfD et al.

    Die Hoffnung auf ein bisschen Veränderung ist nun nicht vorbei, nur weil Sie zurücktreten mussten – einer LINKEN Partei sollte es dennoch möglich sein, eine Wohnungspolitik im Interesse von Mieter*innen zu gestalten. Aber maßlos enttäuscht bin ich von der Debatte um Ihre Person, und von der Art und Weise, wie Müller seine Stellungnahme ohne Rücksprache mit den LINKEN abgab.

    Alles Gute!

  68. Vielen Dank für die Erklärung, Herr Holm. Ich bin sicher, dass Ihre Partei für die hier zusammengefassten (wunderbaren) Ziele in Ihrem Sinne weiter kämpfen wird.

    1. „Seine Partei“ gibt es nicht, Holm ist nicht Mitglied bei der Linken. Zum Glück, muss man sagen, denn die haben eben nicht selbst die Verantwortung übernommen, sondern Holm sich selbst entlassen lassen.

  69. Werter Herr Holm, welche Stadt gehört uns, und wer ist uns? Sind das die Hartz-IV-Empfänger, nur die in Berlin geborenen ethnischen Deutschen, auch alle Gäste dieser Stadt? Das Gros der Berliner kann die eigene Wohnung durchaus mit eigenem Geld bezahlen. Und natürlich kann der Senat Einfluss auf Wohnungspolitik und Mieten nehmen, und das soll er auch. Allerdings nur im kommunalen Wohnungsbestand. Belehrungen von privaten Investoren, die Wohnungen für ein bestimmtes Klientel bauen, sind fehl am Platze. Aus diesem Grund ist ein Mietrechtsaktivist kein passender Staatssekretär für alle Berliner. Ich würde auch den langjährigen Vorsitzenden des Bauindustrieverbands oder des Grundbesitzervereins nicht auf diesem Posten sehen wollen. Ihr weinerliches Gebahren ihr berufliches Schicksal betreffend können Sie sich sparen. Wenn wir – die SED-Gegner – nicht das Experiment Sozialismus beendet hätten, wären Sie ein stolzer Stasimann geworden, heute vermutlich Major oder Oberstleutnant. Und für welch hinterhältige Karriere Sie vorgesehen waren, können wir nur mutmaßen. Aber die Legendierung als Vertreter der Jungen Welt Journalismus zu studieren, weist da schon einen ganz bestimmten Weg. Ihre Ernennung durch Lompscher war eine Provokation, die – nein, nicht alle, aber viele Menschen – die der DDR nicht ergeben und nicht verbunden waren, empört hat. Die Summe aus Ihrem einseitigen Engagement für angeblich Arme, aus Ihrem Engagement für den Geheimdienst der SED-Diktatur und aus Ihrem ganz speziellen Umgang mit dieser Vergangenheit haben Ihre politische Karriere nun beendet. Ich habe es Ihnen ja schon geschrieben. Gerne können sie sich ehrenamtlich für Mieterinteressen einsetzen, unter anderem im Mieterverein.
    Dafür wünsche ich Ihnen alles Gute.

    1. Wenn Sie der Meinung sind, Mieteaktivisten hätten in Regierungsämtern nichts zu suchen, haben Sie ganz offenbar die Demokratie nicht verstanden. Die Linke wurde gewählt, um Mieterinteressen auf der Regierungsbank zu bringen und nicht, um sich aus den Geschäften der Immobilienwirtschaft rauszuhalten.

      Sind Sie sich eigentlich bewusst, dass wir einen Schwarzgeldkofferträger als Finanzminister haben? Skandalisieren Sie das ebenfalls?

      1. Ja, aus den Geschäften der Immobilienwirtschaft – im übrigen auch der Milchwirtschaft, der Papierfabrikation und der Medienlandschaft – sollte sich der Staat heraus halten. Er hat doch die Möglichkeit, seine eigene Wohnungswirtschaft – Degewo, Stadt und Land ect – zu stärken, dort im Mietersinn zu wirken, Projekte und damit Mieten zu subventionieren. Kommunale Grundstücke könnten sogar gebührenfrei an öffentliche Wohnungsunternehmen abgegeben werden. Dort kann dann Berlin mit seinem Geld gerne günstigen Wohnraum errichten. Hetze gegen private Investoren, die auch für ein Klientel Wohnraum errichten, ist fehl am Platze. Ein Beispiel. Agromex plant am Treptower Spreeufer auf einem privaten Grundstück drei Hochhäuser, darunter ein Hotel. Aus der Linken Ecke wird seit Jahren gegen das „Wohnen für Reiche“ polemisiert. Sozialer Wohnungsbau gehört eben nicht zum Portfolio des Investors, und der ursprünglich bezahlte Grundstückspreis lässt das auch gar nicht zu. Aber das Einzige, was Sozis vom Geld verstehen, ist, dass sie es von Anderen haben wollen.

        1. Hallo Herr Drescher, sicher hat Herr Holm mit seinem Umgang heute und (soweit man das nachlesen kann) an der Uni nicht gezeigt, dass er souverän damit umgehen kann. Dieses Problem haben aber am Ende eines „Skandals“ die Betroffenen immer . Ich denke nur an Uwe Barschel… Und Herr Schäuble hat Geld transferiert und ist heute Minister. kein Hahn kräht danach. Das belegt dass mit unterschiedlichem Maß gemessen wird.
          Und dass sich Politik bitte nicht in die Wirtschaft einmischen, mal schön bei seinen Wohnungsunternehmen (um hier im Rahmen zu bleiben) bleiben soll ist eine Forderung, die nur jemand stellen kann, der mehr oder weniger auf der Seite des Geldes steht. Sie glauben doch nicht ernsthaft dass das Unternehmen, das in Treptow die 3 Hochäuser bauen will (oder jedes andere) bei einem niedrigeren Grundstückspreis Preiswerte Wohnungen bauen würde. Dieser Gedankengang ist nicht logisch! Die Wirtschaft ist immer daran interessiert aus dem was sie hat mehr, möglichst viel mehr zu machen. Heute mehr denn je! Ich bin mir genau genommen nicht sicher, ob ich für den Verbleib von Herrn Holm bin bzw. war. Aber man darf so ein Leben weder allein von der einen noch von der anderen Seite sehen! Und – ich weiß nicht ob Sie das geschrieben haben – dass „wir“ (gemeint ist hier die alte Bundesrepublik) „das Experiment Sozialismus beendet haben“ ist eine immer wieder gern hervorgeholte, die Wahrheit verschleiernde These. Sie vergessen dass Gorbatschow und schließlich die Menschen in der DDR selbst überhaupt erst die Veränderung ermöglicht haben.
          Und schließlich soll nicht ganz unerwähnt bleiben – auch typisch deutsch, leider – dass sich im Westen nie so ein Widerstand gegen die Filbingers u.a., die hohe Posten im NS-Regime hatten, entwickelt hat. Niemand wollte das wahrhaben, schnell vergessen. Und ausgerechnet bei der Beurteilung von anderen stellen sich reihenweise Menschen mit anderer Erfahrung hin und erklären was richtig zu sein hat. Nochmal: ich finde nicht das Herr Holm alles richtig gemacht hat, Stasi ist zu verurteilen und die DDR war auch kein Rechtsstaat. Aber die Gewichtung ist schon manchmal interessant. Ich glaube nämlich auch, dass Herr Holm versucht hätte dieser Stadt Impulse, die sie braucht zu geben.

          1. Hallo Collier, mit „Wir“ meine ich durchaus die Ostdeutschen, zu denen ich seit meiner Geburt 1959 gehörte. Nach Abi und Studium hatte ich mich entschieden, der DDR die Gefolgschaft zu verweigern. Ausreiseantrag, heimliche Zuarbeit für westliche Medien, Unterstützung von Gegnern der DDR-Militarisierung. Mit dem Resultat, dass ich von den Kollegen des Herrn Holm ausspioniert und schikaniert wurde. Ich war nie der Meinung, dass Stasileute juristisch belangt werden sollten. Aber im öffentlichen Dienst haben sie bis an ihr Lebensende eben nichts zu suchen. Aus der widerlichen Stasisache wird eben erst Geschichte, wenn der letzte haupt- oder ehrenamtliche MfS-Spitzel unter dem Rasen liegt.

    2. Genauso sieht es aus.
      Nicht ein einziger Stasi-Mitarbeiter hat heute das Recht, an einer Regierung beteiligt zu sein. Bei der ganzen Situation ging es darum, dass Die Linke im Rahmen eines „Versuchsballons“ testen wollte, in wie weit sich die Opfer des MfS- und SED-Regimes „beruhigt“ haben, damit man ihnen bei der Bundestagswahl in diesem Jahr wieder die Typen aus der Zeit vor 89 vor die Nase setzen kann.
      Liebe Linke – es ist Euch nicht gelungen und wird Euch auch nicht gelingen, solange noch ein einziges Opfer der DDR-Diktatur am Leben ist. Wir werden immer wieder unsere Stimme erheben, wenn es darum geht, so etwas zu verhindern.
      Mein Dank gilt allen,die sich an der Petition „Keine Stasimitarbeiter im Berliner Senat“ bei openpetition.com und allen anderen Aktivitäten gegen Holm beteiligt haben!
      WIR LASSEN UNS NICHT UNTERKRIEGEN !!!!!!!!

      1. Werter Herr Wengel,
        sind sie auch ein „Opfer“?
        Nun ja, mir als Sohn eines ehem. MfS Offiziers
        wollen sie also weismachen,
        wer hier „Opfer“ und wer hier „Täter“ ist.
        SEHR interessant……….

        Also das MfS hat bestimmt nicht andere Staaten durch Diversion und Sabotage geschädigt.
        Die BRD Dienste nachweislich aber bestimmt.

        Angesichts der Snowden Enthüllungen hat NIEMAND
        mehr das Recht in irgendeiner Weise auf dem MfS und der DDR rum zu hacken.
        Kehrt erst mal vor eurer eigenen Haustür!

        Ein Staat, welcher Faschisten ungestraft morden läßt,
        hat nicht das Recht über einen Staat und seine Organe zu hetzen, selbst wenn er schon 26 tot ist.

        IHR habt einfach nur ANGST!!!
        Angst davor, das die Zeit kommt,
        in der sich die Leute nach einer Alternative umsehen.
        Eine Alternative, die sich um den Menschen kümmert
        und nicht um den Mammon.

        Bei allen Fehlern und Unzulänglichkeiten in der DDR.
        Wir werden uns bei sowas wie euch NIEMALS entschuldigen.

        Und solange noch einer von uns lebt,
        werden wir die DDR als Alternative zum Imperialismus
        verteidigen!
        MsKg Ossi

    3. Genau! Kann nicht sein, wie die Stasi uns heute noch die Immobilienpreise kaputt macht. Man denke nur daran, wie der Bau der Mauer die Immobilienpreise damals hat einbrechen lassen.

      1. „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinen Profit, wie die Natur von der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
        Karl Marx: Das Kapital, nach P.J.Dunning

    4. Egal wie rot Berlin noch wird, wir sollten nicht anfangen, das Grundgesetz zu ignorieren. Hierin ist verankert, dass Grundstücke auch in privatem Eigentum stehen dürfen und dieses Eigentum schützenswert ist, so wie es auch verpflichtet. Nur weil die Mehrheit der Berliner Bevölkerung, insbesondere der zugezogenen, sich bloß nicht die Flexibilität eines jederzeit von ihr kündbaren Mietvertrags nehmen lassen will, heißt das nicht, dass die Vermieter jede Regulierung zu dulden haben. Bei Herrn Holm fehlte mir diese Einsicht und deswegen war er als Staatssekretär ungeeignet.

      Ein Vermieter

      1. ‚Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.‘ GG Art 14 Absatz 2
        Zitieren und das Gemeinwohl sind wohl nicht ihre Stärke, Herr Kranz?Auslassungen schon eher!

      2. Aber da Sie ja zu dem STall der Immobilien- und Spekulantenbande gehören Herr Kranz, wundern mich Ihre Worte überhaut nicht!

      3. Solche Kommentare offenbaren, worum es bei der Kampagne gegen Andrej Holm wirklich ging: die Privilegien der Vermieter zu schützen.

        Wir bedauern diesen Rücktritt und wünschen Andrej Holm viel Erfolg.

    5. DAs der gesamte Bundesrepublikanische Staat lange Jahre von NSDAP Funktionären besetzt worden ist und grade die CDU etliche Jahre ein Auffangbecken für Altnazis war, das scheint Sie wohl weniger zu stören nicht wahr????

      1. Das passt nur zu schön: Sich darüber aufregen, dass heute noch eine Stasi Vergangenheit thematisiert wird und zugleich einen Vermieter quasi zum Nazi erklären. Arme Linke…

        1. Zum „Nazi“ (das ist eine beschönigende Bezeichnung – richtig wäre Faschist!) haben Sie sich selber erklärt – Herr Klein hat lediglich völlig richtig erklärt dass Sie sich über die „Stasi-Vergangenheit“ aufregen und die faschistische Vergangenheit der alten Bundesrepublik dabei gekonnt ausblenden.
          Unrecht ist nicht nur in der DDR geschehen, nur ist das in den letzten 27 Jahren schon sehr umfassend aufgearbeitet worden und die Betroffenen in erheblichem Umfang rehabilitiert und entschädigt worden. Das Unrecht der alten BRD (Kommunistenverfolgung, Berufsverbote, Demonstranten) ist weitgehend noch nicht aufgearbeitet, geschweige denn entschädigt, worden. Also machen wir uns daran ALLES Unrect in Deutschland nach 1945 aufzuarbeiten!

    6. Ralf Drescher, sie sind doch eigentlich nur die umgekehrte Stasi. Weil ihnen die Vergangenheit von Herrn Holm nicht passt, darf er seine Rechte als Bürger dieses Staates nicht wahrnehmen? Wo unterscheiden sie sich denn in ihrer ideologischen Verblendung von der unterstellten Haltung eines Stasioffiziers? Schon Fiktion des weiteren Lebensweges von Holm, die sie ihm unterstellen, ist lächerlich. Da könnte man jeden zum Verbrecher stlilisieren. In einem Rechtsstaat sollte man auf die konkrete Tat oder Schuld eines Menschen schauen.Sippenhaftung, die sie hier vornehmen, kannten nur die Nazis.

    1. Ich nicht; ich sehe schon seit langer Zeit die SPD genauso, wie Georgi Dimitrow schon damals die SPD bezeichnet: Sozialfaschisten.

      1. Sie sollten vielleicht mal bei Wikipedia nachlesen: Dimitrov hat 1935 die sog. Sozialfaschismusthese aufgegeben!!!

        Abgesehen davon war diese These einer der größten schwachsinnigen Sachen, die Stalin erfinden konnte, denn sie verhinderte die Volksfront und führte dazu, daß u.a. NSDAP und KPD zusammenarbeiteten.

    2. Ich auch nicht – die SPD hat nur wieder mal ihr wahres Gesicht gezeigt! So wie schon in der BVV von Lichtenberg wo sie GEMEINSAM mit der AfD die Wahl von Evrim Sommer – einer Frau mit Migrationshintergrund – zur Bezirksbürgermeisterin verhindert haben.
      Pfui Teufel!

  70. Ich war sehr angetan von der Idee, Andrej Hom zum Staatssekretär zu ernennen und verspürte erstmals wieder Hoffnung auf Neues und Gutes in der Politik. Die meisten Menschen in dieser Stadt sind Mieterinnen und Mieter. Von daher wäre seine Politik auch für die meisten sicher die bessere gewesen. Was nun passieren wird, bleibt abzuwarten.
    Ich selbst komme aus der DDR, meine Familie wurde teilweise bespitzelt und ich war froh, als das System 1989 zu Ende ging. Dennoch oder gerade weil ich auch die andere Seite kenne: Ich war dafür, dass Andrej Holm Staatssekretär bleibt!

    1. „Die meisten Menschen in dieser Stadt sind Mieterinnen und Mieter“ DAS ist doch der Grund, warum Vermieter Mieten erhöhen können. Weil es genug Mieter gibt! Warum gibt es keine von Senat geförderten zinsfreien/-günstigen Kredite für Familien, die Wohnungen kaufen wollen? Weil der Senat es nicht will! Daran hätte auch Hr. Holm nichts geändert. Der Senat hat doch lieber seine Wohnungen an die Investoren verscherbelt, die er jetzt mit „bürgernahem Tamtam“ verteufeln will.

  71. Eine Schande! Der neue Senat hat nach wenigen Wochen klar gemacht, was von seinen Versprechen zu halten ist. Erbärmlich! SPD bleibt SPD, die Grünen treten nach und halten sich sonst aus der Schusslinie und den Linken ist die Macht so wichtig, dass es notfalls auch ohne Bewegung geht.
    Können gleich wieder aufhören.

    1. Ohne Bewegung geht es nicht! Darin, dass hier quasi die Bewegung aus den Staatsapparaten herausgehalten wird, beweist sich nur deren strukturelle Selektivität. Die Bewegung muss eben als APO Druck machen, sonst kann auch eine linke Partei in Regierungsmitverantwortung nichts machen.

  72. Und was sagen Sie dazu, dass 95,5% aller volljährigen Einwohner von Berlin diese Petition, die für Ihren Verbleib im Amt sorgen sollte NICHT unterschrieben haben? Daraus kann man doch nicht folgern, dass die Stimmung in der Stadtgesellschaft „konträr“ zur veröffentlichten Meinung stehe. Sie reden sich das mal wieder schön….

    1. Alberne Aufrechnereien. Wo sind denn die Unterschriften gegen den Verbleib Holms im Amt? Und wie immer haben die meisten Menschen gar nichts von diesen Unterschriftsaktionen mitbekommen, daher können Sie diese ebenso wenig automatisch zur veröffentlichen Meinung zählen wie umgekehrt…

    2. Es gibt immer zahlreiche gleichzeitig verlaufende Auseinandersetzungen und Diskussionen, folglich auch eine Ungleichzeitigkeit der Konfrontation mit eben diesem Thema und also auch viele BürgerInnen die, so sie nicht schon durch ihre Lohnarbeit und zu hohe Mieten von gesellschaftlicher Teilhabe abgehalten werden, dieser Diskussion nicht folgen (konnten). Die Mächtigen berufen sich daher immer schon gern auf die „schweigende Mehrheit“, der sie zugleich, so tüchtig es nur geht, das Maul stopfen.

    3. Und Du Tobias redest ohne Ahnung zu haben, wenn Du glaubst, dass 95,5% aller volljährigen Einwohner die bisherige Wohnungs- und Mietenpolitik befürworten. Die Petition ist nicht gleichzusetzen mit der Gesamtheit der Befürworter. Ähnlich wie bei Demonstrationen ist ein mobilisierbarer Anteil immer ein symbolischer Anteil, der je nach Bedeutung des Ereignisses gewichtet werden sollte. Dass sich 16.000 Berlinerinnen und Berlin für die Personalie eines Staatsekretärs interessieren ist insofern durchaus bemerkenswert.

    4. Sie können auch nicht daraus schließen, dass sie nicht konträr dazu stehen. Bevor Sie überhaupt zu einem Urteil kommen, müssten Sie wissen, wer in der kurzen Zeit Gelegenheit hatte die Liste zu unterschreiben. Das ist das Eine.

      Das Andere, was gegen Ihre Meinung spricht ist die Tatsache, dass auch aus einer relativ geringen Anzahl von Meinungsäußerungen unter bestimmten Umständen Rückschlüsse auf die Mehrheit gezogen werden können, z.B. bei repräsentativen Umfragen.

      Kurzum: Ihr Kommentar ist -pardon- eine Nullnummer.

    5. Sie gehen davon aus, das 100% aller volljährigen Einwohner von Berlin diese Petition gelesen haben und ziehen daraus ihre Schlüsse? Das nenn ich mal gewagt!

    1. Es war eine gezielte Provokation der Linken einen ehemaligen Stasi-Mitarbeiter für ein Staatsamt vorzuschlagen. Und es war eine Dummheit der SPD und der Grünen, die Berufung von Herrn Holm zuzulassen. Sorry, aber ich habe nach wie vor kein Verständis dafür, dass ehemalige Stasi-Mitarbeiter heute in öffentliche Ämter drängen, obwohl sie seinerzeit weder auf dem Boden des Grundgesetzes standen noch diesen Staat akzeptiert haben. Und bei Herrn Holm habe ich auch derzeit Zweifel, ob er rechtsstaatlichen Prinzipien dient (wie sagt er selbst:…stehe den Hausbesetzern näher……

      1. Bemerkenswerte Worte…haben Sie eigentlich schon mal nachgeforscht wie viele hochrangige ehemalige Nazis nach dem 2. Weltkrieg in Regierungen und Verwaltungen tätig waren? Kleiner Tipp die Zahl wird sie überraschen…!

        1. Nein, die Zahl überrascht nicht, wenn man sich halbwegs mit der deutschen Nachkriegsgeschchte befasst hat.
          Aber dass ein ehemaliger hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter wegen der ehemaligen (meintwegen auch mit ?) Nazis in Politik und Verwaltung einen Freischuss bekommen soll, das überrascht schon.
          So nach dem Motto: wir haben Filbingr überstanden, da wird uns Holm nicht umbringen?

        2. Ach so, und weil Sie es bei den Nazis kritisieren, ist es bei den Ex-Stasi-Linken in Ordnung? Merkwürdige Logik… Unabhängig von der causa Holm: es gibt keine Gleichheit im Unrecht, d.h. ein Unrecht rechtfertigt kein weiteres…

        3. Diese Argumentation kann ich zwar teilweise nachvollziehen, gerade gegenüber der CDU. Aber ich finde, es darf nicht nach „Da wurden früher so viele Fehler gemacht, dann können wir doch wohl jetzt auch ein paar Fehler begehen“ klingen. Es ist mMn in beiden Fällen falsch.
          Ich will Ihnen aber auch nicht unterstellen, dass Sie sich dieser „Entschuldigung“ bedienen.

      2. Und Sie, Herr Normann, diskutieren auf dem Boden des Grundgesetzes, wunderbar. Dann könnte es Ihnen auch gelingen, dass Sie nicht mit dem Pauschalurteil eines ehemaligen Stasi-Mitarbeiters reden, sondern umdenken auf was bereits in 1990 galt: Gehen wir der Frage nach, hat dieser Mensch jemanden nachweislich geschadet?
        Jeder Mensch, nicht nur im gemeinsamen Deutschland hat ein Anrecht, einen Lebensunterhalt zu verdienen, mit seinen Fähigkeiten, wie Herr Holm.
        Frank

      3. Hausbesetzern näher zu stehen lässt übrigens nicht darauf schließen, ob und wie man rechtsstaatlichen Prinzipien nahe steht. Der Begriff der Hausbesetzer ist doch politisch gemeint. Er steht dafür, dass in dieser Stadt Tausende mehrfach ungenutzten Wohnraum wieder brauchbar gemacht und vor dem Verfall gerettet haben. Das Ergebnis sind über hundert Hausprojekte, übrigens alle mit legalem Status, die dem freien Markt und damit auch den Profitinteressen der Eigentümer entzogen sind. So einem Verständnis näher zu stehen als irgendwelchen Investoren und Immobuden, sollte als selbstverständlich gelten, wenn man für einen mieter*innenfreundlichen Politikwechsel eintritt. Und warum fragt eigentlich keiner mal bei den Immolobbyisten angefangen bei Sven Kohlschreiber nach, wie die eigentlich zu der fehlenden Gesetzestreue ihrer Immobuddys stehen? Wenn etwas rechtsstaatliche zweifelhaft ist, dann sind das die unzähligen Fälle von illegalen Entmietungs- und Einschüchterungsstrategien Berliner Hausbesitzer, mit denen anscheinend aber niemand ein Problem hat. Übrigens war das Jahr 2016 laut Selbstaussage das beste Jahr für die Berliner Immowirtschaft aller Zeiten. Und auch Frank Henkel hat bewiesen, was er von rechtsstaatlichen Prinzipien hält. Also lassen wir mal diese Phantomdiskussion an diesem Begriff und wenden wir uns den Fragen der Berliner Wohnungs- und Sozialpolitik zu.

      4. Und??? Ist das ein Problem, Hausbesetzern näher zu stehen als der Immobilienmafia und Wohnugsspekulanten????Zudem ist die ganze Stasi-Diskussion über Herrn Holm eine Inszenierung von Heuchlern, die weit an die Grenzen der Abartigkeit, wenn nicht sogar an die Grenzen der Perversität geht Herr Normann!

      5. Herr Holm war 14 Jahre….
        Eine ganz andere Qualität als ein gewisser Marinerichter, der ungestört Karriere machen konnte und erst als er eine Position antrebte, die Kontakt mit dem Ausland erforderte wurde er als unappetitliche Person entfernt.

    2. Wenn die Linke links wäre müsste jetzt nicht nur Müller zurücktreten. Man hat die Macht dazu und nutzt diese nicht. Warum?

    1. Wenn schon das Zitat ,dann bitte Vollständig „wer hat hat uns verraten die Sozialdemokraten und die Kommunisten sind die braven.Losung der Kommunisten in den 30,er Jahren.Übrigens die Linke bestimmt nicht das Ende der Stasi Debatte!!!

      1. Quatsch mit Soße, Klaus, der Spruch stammt aus dem Jahre 1914, als die Sozialdemokraten den Kriegskrediten zustimmten. Da gab es die Kommunisten als politische Partei überhaupt noch nicht. Die wurden erst 1918 gegründet

        1. Nein, der Spruch stammt aus dem Jahre 1919, nachdem die SPD (die rechten Sozialdemokraten) die Revolution mithilfe der Freikorps (der späteren Nazis, das ist biographisch vielfach belegt) blutig niedergeschlagen hatte. Ihre Anhänger hatten nur getan und gewollt, was die Partei jahrzehntelang verkündigt hatte und mussten dann ziemlich verwundert feststellen, dass das alles nicht mehr galt. Aber so sind sie, und sie tun es immer wieder, das ist die einzige Tradition, der diese Partei treu bleiben kann. Der Verrat linker Ideen und Positionen, der Verrat ihrer Anhänger und Wähler.

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